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Gesundheitspolitik 1. Juni 2015

Hauen und Stechen in Wien prolongiert

„Mehr Geld geht einfach nicht“, sagt Stadträtin Wehsely. „Das ist so nicht akzeptabel“, kontert ÄK-Chef Szekeres.

Im AKH sowie in den Ordensspitälern gibt es in der Frage der Umsetzung der neuen Arbeitszeitrichtlinien für Spitalsärzte eine Einigung, im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) spießt es sich immer noch. Nach einem Gespräch zwischen Ärztekammer und Stadt ist die Bezahlung der Nachtdienste der größte Streitpunkt. Das Angebot sei „so nicht akzeptabel“, sagt der Wiener ÄK-Präsident Thomas Szekeres. „Mehr Geld geht einfach nicht“, meint die Stadträtin. Vor allem die, von der Ärztekammer akzeptierte, Einigung in den Wiener Ordensspitälern würde sich stark an dem Gehaltsschema für den KAV orientieren. Gebe es nun für die KAV-Ärzte nachträglich eine Erhöhung, wäre das „ungerecht“. Kritik übte die Kammer an dem Zuschlag von 75 Euro pro Nachtdienst, der sich an Sonn- und Feiertagen nicht erhöhe. Der Verdienst sei durch das bessere Grundgehalt sowie die regulären Zuschläge für Sonn- und Feiertagsstunden deutlich höher, rechnete die Stadt vor. Noch einmal erhöhe sich der „Wert“ eines Arbeitstages, wenn er auf Überstundenbasis geleistet werde. Wehsely geht von „einem G’riss“um die Dienste“ aus.

Die AKH-Ärzte erklärten sich indes zu 94,7 Prozent mit einem Streik einverstanden – sollten die zwischen Rektorat, Stadt Wien, Ärztekammer, Gewerkschaft öffentlicher Dienst, KA-AZG-Vertretern und Betriebsrat ausverhandelten Vereinbarungen nicht umgesetzt werden.

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