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Gesundheitspolitik 1. Juni 2015

Katastrophale Wasserversorgung

Zwei von drei Jemeniten ohne Zugang zu sauberem Wasser.

Zwei von drei Jemeniten haben nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam wegen des Konflikts in dem arabischen Land keinen Zugang zu sauberem Wasser mehr. Wie Oxfam am 26. Mai mitteilte, sind inzwischen mindestens 16 Millionen Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten – etwa so viele wie die Bewohner von Berlin, London, Paris und Rom zusammengenommen.

Durch die seit acht Wochen andauernden Luftangriffe, den Gefechten am Boden sowie dem Treibstoffmangel seien zuletzt drei Millionen Betroffene hinzugekommen. Die Menschen würden gezwungen, Wasser zu trinken, das die Gesundheit massiv gefährde. Die Organisation befürchtet die Ausbreitung tödlicher Krankheiten wie etwa Cholera.

In dem ärmsten Land Arabiens kämpfen Houthi-Rebellen gegen Anhänger des Übergangspräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition bombardiert seit März Stellungen und Waffenlager der Houthis. Auch letzte Woche wurden die Luftangriffe fortgesetzt.

Nach UN-Einschätzungen wurden seit Mitte März bereits mindestens 1.800 Menschen getötet und mehr als 7.000 verletzt. Die tatsächlichen Zahlen dürften jedoch weit höher liegen, schrieben die Vereinten Nationen.

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