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Gesundheitspolitik 24. Oktober 2014

Krisenprävention gehört auf den Prüfstand

Nicht nur Entwicklungsländer sind auf Krisen wie den aktuellen Ebola-Ausbruch nicht vorbereitet. Auch Industrienationen wie Japan und die USA gestehen auf dem World Health Summit Versäumnisse ein.

Teuer, schwierig, zeitaufwändig: Die Vorbereitung auf eine Krisensituation im Gesundheitswesen ist nicht einfach. Dennoch zeigten Desaster wie der aktuelle Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika, wie wichtig Strategien zur Prävention von Krisen sind, unterstrichen Gesundheitsexperten auf dem World Health Summit in Berlin.

Bei der Vorbereitung auf Katastrophen mangele es bislang an der Kooperation verschiedener Entscheidungsträger, berichtete der Direktor des Zentrums für Krisenprävention an der Johns-Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA, Tom Kirsch: „Regierung, Krankenhausmanagement und das leitende Personal an Kliniken müssen sich im Vorfeld an einen Tisch setzen und eine Strategie entwickeln.“ Zudem müssten Ingenieure in denjenigen Kliniken dauerhaft vor Ort sein, in denen es häufiger zu Erdbeben komme.

Darüber hinaus könnten häufig kleine Dinge bei der Vorbereitung auf eine Krise im Ernstfall Großes bewirken. Beispielsweise dürften keine wichtigen Gegenstände im Keller einer Klinik lagern, die Decken von Krankenhäusern müssen stabil sein und Patienten müssen auch ohne Aufzüge evakuiert werden können.

Unvorbereitet war die japanische Regierung auf den Tsunami in Fukushima, gestand der Dekan der School of Public Health an der Kyoto Universität Shunichi Fukuhara, auf dem sechsten Weltgesundheitsgipfel. Ziel sei es jetzt, den Gesundheitsstatus der Einwohner Fukushimas über die nächsten 30 Jahre engmaschig zu überwachen.

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