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Gesundheitspolitik 16. Juli 2014

Mentoring für Medizinstudierende im großen Stil – Ziele, Design und Realisierung

In dieser Arbeit wird die Konzeption und Implementierung eines institutionellen Mentoring-Programms für Medizinstudierende an der Medizinischen Universität Wien dargestellt. Fakultätsangehörige fungieren als Senior-Mentoren für mehrere Studierende, wobei das Gruppensetting auch Peer-Mentoring fördert (73,6 % der Mentees geben an, von anderen Mentees in der Gruppe zu profitieren). Die Programmakzeptanz seitens Mentees und Mentoren ist sehr hoch (71,7 % der Mentees und 77,1 % der Mentoren vergeben die höchste von vier Bewertungsstufen). Die Bedarfsgerechtigkeit des Programms wurde mittels detaillierter Analyse der im Mentoring behandelten Inhalte untersucht: am häufigsten thematisiert werden Diplomarbeit, Famulaturen, Studieren im Ausland sowie Karriereplanung. Weiters werden geschlechtsspezifische Verteilungen der Mentorenrekrutierung und -auswahl sowie der Inanspruchnahme durch die Studierenden präsentiert (z.B. Frauenanteil der zur Auswahl stehenden Mentoren 29,9 %, jener der Mentees 53,2 %). Sowohl die Evaluationsergebnisse als auch die Themenanalyse dokumentieren den Erfolg dieses Großprojekts.

Summary

In this paper, the design and implementation of an institutional mentoring program for undergraduate medical students at the Medical University of Vienna are presented. Faculty members act as senior mentors in a small group setting enabling also peer mentoring (73.6 % of mentees reporting a direct benefit from their co-mentees). Program acceptance by mentees and mentors is very high (71.7 % of the mentees and 77.1 % of the mentors giving the highest out of four rating categories). The adequacy of this program was studied by analyzing the topics discussed in the mentoring groups: the most frequently covered aspects are diploma thesis, clinical clerkship, studying abroad and career planning. Additionally, sex-specific distributions of mentor recruitment and selection as well as participation by students were documented (e.g., female proportion of 29.9 % and 53.2 % of mentors and mentees, respectively). Both feedback and content analysis demonstrate the success of this large-scale project.

Ein Teil dieser Arbeit wurde auf der PE-Tagung 2013 der Stabstelle Personalentwicklung der Medizinischen Universität Wien präsentiert und ist im Tagungsband enthalten (Hofhansl A: Erfolgsfaktoren bei der Implementierung eines Mentoring-Programms für Studierende; in Mallich-Pötz K, Gutiérrez-Lobos K: Karriereentwicklung an Universitäten durch Coaching, Mentoring und Co. 2014, Wien: facultas.)

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