zur Navigation zum Inhalt
Masern sind kein Kinderspiel - die WHO hat sich zum Ziel gesetzt, Masern und Röteln zu eliminieren.
 
Gesundheitspolitik 17. Juni 2014

Altersgrenze bei kostenloser Masernimpfung fällt

WHO-Ziel Grundlage der Entscheidung.

Im Jänner startete das Gesundheitsministerium seine Informationskampagne "Masern sind kein Kinderspiel!" zur Aufklärung über die Gefahren einer Masernerkrankung. Ziel sei es, durch Aufklärung die Menschen zu einer Impfung gegen die hochansteckende Krankheit zu bewegen. Gesundheitsminister Alois Stöger: "Unsere Kampagne zeigt nun erste Erfolge. Wir sind mit dem Ziel angetreten, die Durchimpfungsrate zu erhöhen und dieser Trend wird nun erstmals sichtbar."

Der Grund für die Offensive des Gesundheitministeriums ist das WHO-Ziel der Masern- und Röteln-Elimination bis 2015, zu dem sich Österreich verpflichtet hat. Bei einer Durchimpfungsrate von zumindest 95 Prozent können Masern ausgerottet werden, wie dies in Nord-, Mittel-und Südamerika schon 2002 gelungen ist. Dieser Richtwert wird jedoch von Österreich, wie auch vom vielen anderen Ländern, derzeit noch nicht erreicht: In Österreich liegt die Rate bei den zweijährigen Kindern mit zwei Dosen der Kombinationsimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR) zwischen 63 und 81 Prozent. Dass der Aufruf zur Impfung nun erste Früchte trägt, zeigen die Abgabezahlen des MMR-Impfstoffs: In der Zeit von Februar bis April 2014 wurden um 35 Prozent mehr MMR-Impfstoffe abgerufen, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Eine abschließende Evaluierung der Kampagne und eine Auswertung des Anstiegs der Durchimpfungsrate sind für 2015 geplant.

Eltern als Zielgruppe

Die wichtigste Zielgruppe der Kampagne sind Eltern von Kindern im Alter zwischen elf und 24 Monaten, denn für diesen Zeitraum werden die zwei Teilimpfungen empfohlen. Doch auch wer in seiner Kindheit nicht geimpft wurde, soll durch die Kampagne motiviert werden, die Impfung nachzuholen, um einerseits sich selbst vor einer Erkrankung und andererseits sein Umfeld vor einer Ansteckung und Ausbreitung zu schützen. Aus diesem Grund wird die Impfung gegen Mumps-Masern-Röteln seit 1998 kostenlos angeboten. "Durch unsere Kampagne wurden aber nicht nur Eltern junger Kinder auf die Impfung aufmerksam, sondern auch die ältere Generation. Wir haben daher nun beschlossen, die bisherige Altersgrenze der Gratisimpfung von 45 Jahren aufzuheben. Ab sofort steht die Impfung allen ohne Einschränkung kostenlos zur Verfügung", so Stöger.

Weitere Informationen zu Kampagne: www.keinemasern.at

 

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben