zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 19. April 2014

Deutlich unterschiedliche Zugangswege zum Gesundheitssystem im ambulantenn Sektor zwischen den österreischischen Bundesländern feststellbar

Hintergrund

Die neun österreichischen Bundesländer unterscheiden sich hinsichtlich demographischer Parameter, dem Gesundheitsstatus und der Organisation des Gesundheitsversorgungssystems. Es war das Ziel dieser Studie herauszufinden, ob es auch Unterschiede hinsichtlich der Inanspruchnahme des ambulanten Gesundheitssektors gibt.

Methodik

Für diese Querschnittsanalyse konnte die Datenbank der Österreichischen Gesundheitserhebung 2006–2007 mit Daten von 15.474 TeilnehmerInnen genutzt werden. Die statistische Analyse umfasste deskriptive Methoden, multivariate Regressions-Modelle und Korrelationen.

Ergebnisse

Es konnten signifikante Unterschiede in der Inanspruchnahme von FachärztInnen ohne vorherigen HausärztInnenkontakt gefunden werden. Für Frauen war die Inanspruchnahme am höchsten in Vorarlberg (20,3 %) und für Männer in Wien (21,5 %), am niedrigsten im Burgenland (F 7,0 %, M 6,6 %). Die Facharzt/Hausazt­quote des jeweiligen Bundeslandes korrelierte mit der direkten Inanspruchnahme (Spearman Korrelationskoeffizient: 0,717).

Schlussfolgerung

Unterschiede in der Inanspruchnahme des ambulanten Gesundheitssektors können quer durch Österreich gefunden werden, welche zum Teil durch die unterschiedlich organisierte Struktur des Sektors erklärt werden können. Diese Ergebnisse sind von besonderer Relevanz im Hinblick auf die österreichische Diskussion hinsichtlich der Stärkung des Primärversorgungssektors.

Kathryn Hoffmann, Katharina Viktoria Stein, Thomas Ernst Dorner, Wiener Medizinische Wochenschrift 7/8/2014

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben