zur Navigation zum Inhalt
Erneute Kritik gibt es an Cannabis-Legalisierung.
 
Gesundheitspolitik 12. März 2014

UN-Aktionsplan zur Drogenproblematik wird auf Fortschritte überprüft

Zweitägige Konferenz in Wiener UNO-City - Erneut Kritik an Cannabis-Legalisierung.

Der 2009 beschlossene Aktionsplan der UN-Suchtstoffkommission zur Bekämpfung des Drogenproblems wird ab 13. März einer Überprüfung unterzogen. Juri Fedotow, Exekutivdirektor des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), kündigte an, dass rund 1.500 hochrangige Vertreter der Mitgliedsstaaten und der Zivilgesellschaft in der Wiener UNO-City erwartet werden.

Der Aktionsplan beinhaltet das Ziel, Drogenkonsum und -produktion bis 2019 weltweit einzuschränken und die sozialen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen für die Suchtgiftbekämpfung zu stärken. Der UNODC-Exekutivdirektor bezeichnete die zweitägige Konferenz als Meilenstein vor der nächsten Sondersitzung der UNO-Generalversammlung im Jahr 2016, bei der weitere globale Lösungsansätze für das Drogenproblem gefunden werden sollen.

"Ich muss sagen, dass die Legalisierung keine Lösung ist", sagte Fedotow, angesprochen auf die Legalisierung von Cannabis in einigen Ländern. So ist in den USA seit 1. Jänner Marihuana in den Bundesstaaten Colorado und Washington in Geschäften zu kaufen. Uruguay erlaubte weltweit als erster Staat den Anbau und Verkauf von Marihuana im Dezember 2013. Letzteres kritisierte die UNO als Verstoß gegen das Völkerrecht.

Cannabis ist für Fedotow eine Einstiegsdroge, denn "niemand beginnt eine Drogensucht mit Heroin". Dem Argument, dass Alkohol und Tabak erlaubte Rauschmittel seien, konterte er mit dem Hinweis, dass diese beiden Substanzen jährlich 2,5 bzw. 5 Millionen Tote jährlich forderten. Zumindest 300.000 Tote seien durch den direkten Konsum von illegalen Drogen zu beklagen.

Aktuell gelte es neben den weiter bestehenden Problemen durch Suchtgift sich den neuen Herausforderungen zu stellen, etwa dem Anstieg neuer psychoaktiver Substanzen, der Notwendigkeit, Vorläufersubstanzen zur Drogenherstellung einzudämmen sowie der drogeninduzierten Gewalt und ihren tödlichen Auswirkungen etwas entgegenzusetzen.

Konferenzinfo:
UNODC: Commission on Narcotic Drugs, 57th session, and High-level Segment.
http://www.unvienna.org/unov/de/conferences.html
Über Skype können laufende Tagungen mitgehört werden. Infos dazu: http://www.unvienna.org/unov/de/conferences_skype.html

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben