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Bei der Palliativbetreuung haben noch viele Länder der Welt Aufholbedarf.
 
Gesundheitspolitik 29. Jänner 2014

WHO fordert zum Ausbau der Palliativ-Medizin auf

Nur 20 Länder - darunter auch Österreich - bieten gute Behandlung für unheilbar Kranke.

Die Behandlung unheilbar kranker Patienten lässt nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den meisten Ländern der Welt stark zu wünschen übrig. Nur 20 Ländern - darunter Österreich, Deutschland und der Schweiz - könne ein angemessenes System der Palliativtherapie bescheinigt werden, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Im Jahr 2011 seien drei Millionen Patienten mit Mitteln der Palliativmedizin behandelt worden, nach einer Studie aus dem Jahr 2008 hätten aber schon damals 20 Millionen Patienten eine derartige Behandlung bekommen sollen. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz bescheinigt die WHO auch Belgien, Frankreich, Island, Irland, Italien, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Großbritannien und Australien, Kanada, Hongkong, Japan, Singapur, Uganda und den USA ein ausreichendes Netzwerk der Palliativmedizin. Mängel gibt es vor allem in den armen und aufstrebenden Ländern.

Palliativmedizin ein Menschenrecht

Für die WHO ist die Versorgung mit Mitteln der Palliativmedizin ein "Menschenrecht". Die Ärztin Maria Cecilia Sepulveda Bermedo, die an der aktuellen Studie mitwirkte, betrachtet die Belieferung mit Morphin als "Hauptproblem" des Sektors. Die WHO wies darauf hin, dass sich das Problem mit der Alterung der Gesellschaft verschärfe.

Informationen: worldwide palliative care alliance (wpca)

Report: Strengthening of Palliative care as a component of integrated treatment throughout the life course

Download: Global Atlas of Palliative Care at the End of Life

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