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Wien wird zum Zentrum der europäischen Apotheker.
 
Gesundheitspolitik 27. Jänner 2014

PGEU - Europas Spitzenvertreter der Apotheker in Wien

Anlässlich einer Tagung der PGEU (Pharmaceutical Group of the European Union) treffen sich die Spitzenvertreter der europäischen Apothekerschaft am 30. und 31. Jänner erstmals in Wien.

In mehreren Arbeitsgruppen werden die großen internationalen Problemfelder der Pharmazie diskutiert.

Allen voran die Fragen, wie Lieferengpässe von Arzneimitteln gemanagt werden können, und wie man den drohenden Arzneimittelfälschungen Einhalt gebietet. Die Apotheker beschäftigen sich europaweit zudem mit Modellen zu einer intensiveren und nachhaltigeren Betreuung der Kunden und Patienten: Dank modernem Medikationsmanagement werden die Therapietreue erhöht und die Wechsel- und Nebenwirkungen möglichst verhindert.

Lieferengpässe

Aufgrund von Globalisierungstrends der Pharmawirtschaft und Schwierigkeiten in der Planung sind Lieferengpässe von Arzneimitteln in den Apotheken europaweit zum Alltag geworden. Die Apotheker setzen alles daran, dass sich Lieferengpässe nicht zu Versorgungsengpässen ausdehnen, indem für den Kunden gleichwertige Präparate gesucht oder magistrale Rezepturen hergestellt werden. "Lieferengpässe sind jedoch nicht als bloßes logistisches Problem abzutun, denn jede Umstellung eines Präparats erfordert eine intensive Aufklärung und Beratung des Kunden", so Mag.pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Arzneimittelfälschung

In den österreichischen Apotheken werden ausschließlich sichere und qualitativ hochwertige Arzneimittel abgegeben. Um auf europäischer Ebene den Arzneimittelfälschungen Einhalt zu gebieten, hat die Europäische Union mit der so genannten "Fälschungsrichtlinie" einen Katalog von Maßnahmen festgelegt, mit denen das Eindringen von Fälschungen in die legale Vertriebskette von Arzneimitteln verhindert werden soll. Hauptziel ist der Schutz der Patienten vor Arzneimittelfälschungen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Sicherheitsmerkmale und ein "Anti-Manipulationsmerkmal" auf verschreibungspflichtigen Arzneimitteln angebracht. "Leider steigt auch in Europa das Risiko, dass Arzneimittelfälschungen in die legale Vertriebskette eindringen könnten. Um weiterhin die hohe Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten, müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden", betont John Chave, Generalsekretär der PGEU (Pharmaceutical Group of the European Union).

Zusammenarbeit und Meinungsaustausch

Die europäischen Apothekenvertreter arbeiten eng zusammen, um innerhalb der EU ein möglichst hohes Maß an Patientenorientierung und Arzneimittelsicherheit garantieren zu können. "Für uns ist die PGEU ein wichtiger Partner, um unseren Anliegen innerhalb Europas Gehör zu verschaffen, wie z.B. der praktikablen Umsetzung der Arzneimittelfälschungs-Richtlinie, der Erweiterung der Kompetenzen der Apotheker oder jüngst auch der europäischen Tabak-Richtlinie", so Mag.pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer und Leiter der österreichischen Delegation .

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