zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 15. Jänner 2014

Linzer MedUni: Es geht vorwärts

Start im Herbst 2014 in Graz geplant.


Die Regierung hat bei ihrer Klausur in Waidhofen/Ybbs (NÖ) die Schaffung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz erneut auf Schiene gebracht. Die Ausbildung soll bereits im Herbst 2014 mit 60 Studienanfängern vorerst in Graz beginnen, mittelfristig soll es 300 Anfänger-Studienplätze geben.

Der nochmalige Beschluss einer 15a-Vereinbarung zwischen Bund und dem Land Oberösterreich im Ministerrat war durch die Neukonstituierung des Nationalrats nötig geworden. Dabei sei auch festgelegt worden, dass der Bundesanteil an der neuen Fakultät nicht aus dem bestehenden Uni-Budget, sondern durch zusätzliche Mittel des Finanzministeriums finanziert wird, hieß es in einer Aussendung.

Gleichzeitig bekenne sich die Regierung zur von der Hochschulkonferenz geforderten "Umsetzung einer weiteren Stärkung des tertiären Sektors und der Forschungseinrichtungen auf Basis einer Gesamtstrategie". "Die neue Medizinische Fakultät ist eine wichtige Einrichtung, aber sie kann nur ein Teil eines gestärkten Wissenschafts-, Forschungs- und Hochschulraumes sein", so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Geplant ist, dass die Ausbildung an der Linzer Medizin-Fakultät 2014 in Graz startet: Die ersten beiden Studienjahre (vorklinische Ausbildung) werden zunächst komplett an der Medizin-Uni Graz absolviert, 2014/15 und 2015/16 sollen je 60 Studenten zugelassen werden, ab 2016/17 sind es 120.

Die eigentliche Ausbildung in Linz startet dann 2016/17, mittelfristig soll es 300 Anfänger-Studienplätze geben. Davon sollen 180 die volle Ausbildung in Linz absolvieren (inklusive vorklinische Ausbildung), 120 wechseln auch künftig erst nach dem Vorklinikum in Graz nach Linz. Der Vollausbau der Medizin-Fakultät an der Uni Linz soll 2028 mit 1.800 Studenten (sechs Jahrgänge zu je 300 Studenten) erreicht sein.

Wie die Aufnahmedetails für das Wintersemester 2014/15 aussehen, ist derzeit noch unklar. Bis nächste Woche laufen dazu noch Verhandlungen mit der Medizin-Uni Graz, hieß es auf APA-Anfrage aus der Uni Linz. Die Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck führen ein einheitliches Aufnahmeverfahren durch, das im Vorjahr im Februar startete.

Wichtige Weichen, zusätzliche finanzielle Mittel

"Der Ministerratsbeschluss ist eine wichtige Weichenstellung auf dem Weg zur Medizinischen Fakultät in Linz und für die Weiterentwicklung des gesamten tertiären Sektors", so Mitterlehner zum Beschluss am Mittwoch, den 15. Jänner der 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich.

Neben den formalen Kriterien über die Einrichtung einer Medizinischen Fakultät an der JKU in Linz mit Wintersemester 2014 regelt die 15a-Vereinbarung auch die finanziellen Verpflichtungen des Bundes und des Landes Oberösterreich. Ein wesentlicher Punkt ist etwa die Festlegung, dass der Bundesanteil für die neue Fakultät nicht aus dem bestehenden Universitätsbudget, sondern durch zusätzliche Mittel des Finanzministeriums finanziert werden soll.

Die Bundesregierung bekennt sich im heutigen Ministerratsbeschluss nochmals zur Umsetzung einer weiteren Stärkung des tertiären Sektors und der Forschungseinrichtungen auf Basis einer Gesamtstrategie, wie von der Hochschulkonferenz im Juli 2013 gefordert.

APA/OTS/IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben