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Das Leopoldmuseum im Masern-Outfit lenkt die Aufmerksamkeit auf die nötige Impfrate für die Eradikation der Masern in Europa.

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Gesundheitsminister Alois Stöger und Sektionschefin Dr. Pamela Rendi-Wagner bei der Präsentation der neuen Kampagne zur Bekämpfung der Masern.

 
Gesundheitspolitik 13. Jänner 2014

Masern sind kein Kinderspiel!

Impfkampagne des Gesundheitsministeriums.

Österreich hat sich den WHO-Zielen der Masern- und Röteln Elimination bis 2015 verpflichtet. Um die dafür notwendige Erhöhung der Durchimpfungsrate für MMR (Masern-Mumps-Röteln) von 95 Prozent in Österreich zu erreichen, startete das Bundesministerium für Gesundheit am Österreichischen Impftag (11. Jänner) die Kampagne „Masern sind kein Kinderspiel!“.

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Mit der Impf-Kampagne des Gesundheitsministeriums soll die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, dass Masern eine hoch ansteckende Krankheit sind, die sowohl für Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben kann. „Nur die Impfung schützt“, so Gesundheitsminister Alois Stöger im Rahmen der Pressekonferenz zur Präsentation der neuen Kampagne: „Impfen ist auch ein Akt der Solidarität mit anderen, die sich nicht selbst schützen können, wie Menschen mit Immundefizienzen, Säuglinge und Schwangere.“

Keineswegs harmlos

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende virale Infektionskrankheit. In 20 Prozent der Fälle gehen sie einher mit Komplikationen, wie z.B. einer Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung, einer postinfektiösen Masernenzephalitis (einer Entzündung des Gehirns) oder einer subakut sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) und können insbesondere bei schweren Komplikationen auch tödlich enden.

Die Masern, eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt, werden nur durch infizierte und akut erkrankte Menschen übertragen. Die Übertragung erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion, entweder aerogen durch das Einatmen infektiöser Exspirationströpfchen (Sprechen) oder Tröpfchenkerne (Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen der infizierten Person (hierzu zählen auch verwendete Taschentücher).

Schutzimpfung setzt der Krankheit Grenzen

Da der Mensch der einzige Wirt ist, kann eine konsequent hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 95 Prozent die Virusübertragung stoppen und das Masernvirus ausgerottet werden. In einigen Regionen der Welt, wie z.B. in Nord- und Südamerika, ist dies bereits gelungen. Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa haben sich zum Ziel gesetzt, Masern und Röteln bis zum Jahr 2015 zu eliminieren.

Informationen:
www.bmg.gv.at
www.keinemasern.at

Quelle: PK des BM für Gesundheit, 10. Jänner 2014, Leopold Museum

 

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