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Artur Wechselberger
(c)ÖÄK

 
Gesundheitspolitik 30. Dezember 2013

Ärztekammer zu ELGA-Start

System für Ärzte nach wie vor unbrauchbar.

"Ich hoffe, die ELGA-Betreiber setzen in den kommenden Monaten alles daran, das für Ärzte derzeit noch völlig unbrauchbare System zu verbessern", sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger in einer Aussendung. Die Zeit dränge, immerhin sollten alle öffentlichen Spitäler ab 2015 mit dem neuen System arbeiten.

Es sei keine Frage, dass elektronischer Datenaustausch die Behandlungsabläufe gerade im Spital unterstütze, daher würden solche Netzwerke längst breit eingesetzt. ELGA allerdings würde "im aktuellen Zustand" die Arbeit der Ärzte eher behindern.

Aus ärztlicher Sicht sei das größte Problem die "unzumutbar umständliche" Suchfunktion. Derzeit sei ELGA als eine Ansammlung von isolierten PDF- und Bilddateien konzipiert und hinke elektronischen Systemen hinterher, die als Standard längst einsetzbar seien. "So wie das System jetzt aufgesetzt ist, müsste ein Arzt, der nach einem bestimmten Schlagwort sucht, jeden einzelnen Befund, Entlassungsbrief etc. öffnen. Diese Zeit hat ein Arzt nicht", stellt Wechselberger klar. Im ärztlichen Alltag komme es immer wieder zu Situationen, in denen eine medizinische Information sofort, per Mausklick gebraucht werde. "Hier geht es nicht nur darum, dass die Abläufe umständlicher und die Wartezeiten noch länger werden könnten", so der Ärztekammer-Präsident, "hier geht es im Ernstfall auch um Patientensicherheit."

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