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Gesundheitspolitik 11. Dezember 2013

G-8-Gesundheitsminister beraten erstmals gemeinsam über Demenz

Beunruhigung über massive Zunahme der Krankheitsfälle weltweit.

Die Gesundheitsminister der großen Industriestaaten und Russlands (G-8) sind in London erstmals zu einer Konferenz zusammengekommen, um über die Herausforderungen durch die massive Zunahme von Demenzerkrankungen zu beraten. Das Thema wird mit Gesundheitsexperten und Vertretern von Hilfsorganisationen erörtert.

Ziel ist die Verabschiedung eines Maßnahmenpakets, mit dem die internationale Zusammenarbeit bei der Erforschung von Demenz verbessert werden soll. Der britische Gesundheitsminister Jeremy Hunt sagte, er hoffe, dass die Demenz-Konferenz eine ähnliche Wirkung entfalten werde wie der Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles, als die G-8-Staaten sich dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids verschrieben hatten. "Heute sollte ein Tag sein, der zuversichtlich stimmt", sagte Hunt dem Fernsehsender BBC. "Wir sind alle entschlossen, dass wir angesichts der alternden Gesellschaft etwas unternehmen."

Im Vorfeld der Konferenz hatte der britische Premierminister David Cameron zugesagt, die Förderung der Demenz-Forschung bis 2022 auf 122 Millionen Pfund (146 Millionen Euro) zu verdoppeln. Er hofft ähnliche Zusagen der anderen G-8-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Kanada, Russland und Japan sowie von Pharmakonzernen. 2010 beliefen sich die Kosten im Zusammenhang mit Demenzerkrankungen bereits auf schätzungsweise 604 Milliarden Dollar (440 Millionen Euro).

Vergangene Woche veröffentlichte die Organisation Alzheimer Disease International eine Studie, wonach die Zahl der Demenzkranken in den vergangenen drei Jahren weltweit um knapp ein Viertel auf 44 Millionen Fälle gestiegen ist. Bis zum Jahr 2050 rechnet die Organisation mit einer Verdreifachung der Fälle auf dann 135 Millionen Demenzkranke. Allein in Europa seien dann 16 Millionen Menschen betroffen.

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