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Gesundheitspolitik 11. Dezember 2013

Erstattungszwist Radiologie

Radiologen präsentieren Info-Website für Patienten über MR und CT.

"Wir kämpfen um mehr MR- sowie CT-Untersuchungen und dadurch kürzere Wartezeiten, nicht um eine Steigerung der Tarife jenseits der Inflationsabgeltung", unterstreicht der Radiologe Dr. Klaus Wicke, Präsident des Verbands für Bildgebende Diagnostik Österreich.

Wicke bezieht sich damit auf die bisher gescheiterten Verhandlungen zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und den Instituten für Bildgebende Diagnostik. Derzeit erstatten die Krankenkassen jährlich nur eine bestimmte Anzahl von Untersuchungen für die Patienten, MR- und CT-Untersuchungen werden - bei steigendem Bedarf - also rationiert.

Durch die Weigerung des Hauptverbands, die Zahl der Untersuchungen auszuweiten, droht sich das Problem der Wartezeiten weiter zu verschlimmern. Die Institute für Bildgebende Diagnostik sind nicht bereit, einen für die Patienten derart nachteiligen Vertrag zu unterschreiben. Die Folge ist bedauerlicherweise, dass ab 1.1.2014 ein vertragsloser Zustand eintreten wird und dann die Patienten ihr MRT oder CT dann zunächst selbst bezahlen müssen.

"Die Radiologen tun alles dafür, dass dies den Patienten so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich bereitet", betont Wicke. "Wir haben daher zur Information ab sofort die Website www.info-mrct.at  eingerichtet, die wir auch regelmäßig aktualisieren", so der Radiologe.

Im sogenannten vertragslosen Zustand können die Kosten für eine Untersuchung nicht direkt über die e-card verrechnet werden. Patienten, die die Rechnung für ihre Untersuchung bei der Krankenkasse einreichen, bekommen ca. 80 Prozent rückerstattet. Klaus Wicke: "In Gesprächen mit unseren Mitgliedsbetrieben habe ich gehört, dass eine MR-Untersuchung ca. 200 Euro und eine CT-Untersuchung in etwa 140 Euro kosten wird."

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