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Gesundheitspolitik 9. Dezember 2013

Erster H7N9-Fall in Hongkong

Behörden haben Pandemiewarnstufe erhöht.

Die Millionenstadt Hongkong hat ihren ersten Infektionsfall mit dem Vogelgrippe-Virus H7N9. Betroffen ist eine 36-jährige indonesische Haushaltshilfe.

Wie lokale Medien berichteten, leidet die Frau an einer Pneumonie und muss künstlich beatmet werden. Sie wird im größten Krankenhaus der Stadt, dem Queen Mary Hospital, versorgt. Die Behörden reagierten auf den Fall und erhöhten die Pandemiewarnstufe. An Krankenhäusern, Grenzen und Hühnermärkten wurden die Kontrollen erhöht. Geflügelimporte vom chinesischen Festland wurden bis auf Weiteres verboten.

Die Familie, bei der die erkrankte Frau beschäftigt ist, wurde nach Behördenangaben in einem Krankenhaus in Quarantäne genommen. Das Ehepaar und ihre beiden Kinder hätten leichte Grippesymptome entwickelt, hieß es. Auch weitere Kontaktpersonen stünden unter Beobachtung. Die 36-jährige Indonesierin war den Berichten zufolge Mitte November von Shenzhen nach Hongkong gereist. Die chinesische Stadt mit zehn Millionen Einwohnern liegt nördlich von Hongkong auf dem Festland. Dort soll sie ein Huhn geschlachtet und gekocht haben. Die Behörden vermuten, dass sich die Frau auf diese Weise mit dem H7N9-Virus infiziert haben könnte.

Der Fall lässt in Hongkong Befürchtungen nach einer Epidemie mit aviärer Influenza wachsen. Die Behörden warnten allerdings vor Panik. Nach Angaben der WHO gibt es derzeit keine Anhaltspunkte für eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. H7N9 war Anfang des Jahres im Südosten Chinas aufgetreten. Seitdem sind laut WHO rund 140 Menschen an einer Infektion erkrankt – meist über Kontakt mit Geflügel. Nach offiziellen Angaben sind bislang 45 Menschen an den Folgen gestorben.

Die WHO hatte Ende September ihre Empfehlungen für einen Impfstoff gegen die Influenzaerkrankung veröffentlicht. Danach sollte für die Vakzine das Virus A/Anhui/1/2013-like verwendet werden. Es wurde von Erkrankungsfällen aus der ostchinesischen Provinz Anhui isoliert. Die durch dieses Virus ausgelöste Immunantwort reagiert nach WHO-Angaben mit allen bislang erfassten H7N9-Viren.

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