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Gesundheitspolitik 29. Oktober 2013

Ärztekammer gegen medizinische Versorgungszentren

Praktikable ärztliche Gruppenpraxen erwünscht.

Entgegen anderslautenden Aussagen von Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und Patientenanwälte-Sprecher Gerald Bachinger in der jüngsten ORF-Diskussion "Im Zentrum" lehne die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) profitorientierte medizinische Versorgungszentren nach wie vor ab, erklärte ÖÄK-Vizepräsident und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, Johannes Steinhart, in einer Aussendung. Ungebrochen sei hingegen die Forderung nach zeitgemäßen und praktikablen ärztlichen Gruppenpraxen zur Entlastung der völlig überlaufenen Spitalsambulanzen.

"Wir wollen von Ärzten geführte Ärztegesellschaften, keine kommerziellen Zentren, in denen nach rein betriebswirtschaftlicher Logik am Ende die Leistungen angeboten werden, die am meisten einbringen, und zwar an möglichst lukrativen Standorten", so Steinhart. Es sei fehl am Platz, vom ohnehin knappen Geld im Gesundheitswesen noch Profite für Kapitalgeber abzuziehen. Vielmehr solle endlich das völlig realitätsferne Gruppenpraxen-Gesetz so gestaltet werden, dass eine effiziente, niederschwellige medizinische Versorgung möglich ist. Die gegenwärtige Regelung sei viel zu restriktiv und werde den Anforderungen nicht gerecht, sagte Steinhart.

Presseaussendung ÖÄK, springermedizin.at

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