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Gesundheitspolitik 14. Oktober 2013

Wochenend-Kinderärzte ab November fix im AKH: Ärzte und WGKK einig

Kompromiss über rechtliche Struktur - Anlaufstelle für kranken Nachwuchs abseits der Notfallambulanz.


Ab 1. November wird es im Wiener AKH ein eigenes kinderärztliches Zentrum an Wochenenden und Feiertagen geben. Eltern bzw. deren Nachwuchs ersparen sich dann den Weg in die Notfallambulanz, wenn ihr Kind nur Husten oder die Grippe hat. Die Ärztekammer hatte nach der Präsentation des Pilotprojekts vor einigen Tagen Bedenken angemeldet, nun aber doch ihre Zustimmung erteilt. Denn entgegen der ursprünglichen Pläne sei nun eine juristisch sichere Lösung gefunden worden, teilte Johannes Steinhart, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, am Freitagnachmittag via Aussendung mit.



Der Kompromiss betrifft lediglich die rechtlichen Strukturen. Statt eines eigenen Vereins - wie bis vor kurzem angedacht - fungiert nun der Ärztefunkdienst als Träger, erklärte ein Kammersprecher auf APA-Nachfrage. Denn die Vereinskonstruktion wäre juristisch nicht haltbar gewesen, versicherten die Ärztevertreter.

Für die Patienten bleibt alles so, wie es bereits am Dienstag öffentlich von Stadt und Gebietskrankenkasse (WGKK) angekündigt wurde: An den Wochenenden wie auch an Feiertagen wird der Kinderversorgungsstandort von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet haben. Das auf vorerst zwei Jahre befristete Projekt soll die Spitalnotfallambulanzen entlasten und gleichzeitig dem Versorgungsengpass aufgrund geschlossener Hausarztpraxen entgegenwirken.

Bei der AKH-Einrichtung soll es aber nicht bleiben. Denn laut Steinhart will man mit der Stadt über einen zweiten Standort reden, der außerhalb eines Krankenhauses liegt. Details dazu gebe es aber noch nicht, hieß es.

Die Wochenendeinrichtung im AKH ist Teil des Zielsteuerungsvertrags zwischen Stadt und WGKK. Er enthält eine Reihe von Maßnahmen, die im Zuge der bundesweiten Gesundheitsreform zu mehr Effizienz und weniger Kosten beitragen sollen.

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