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Gesundheitspolitik 21. August 2013

Forderungen zur besseren Unterstützung pflegender Angehöriger

"Wir brauchen eine Politik, die die Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige schafft, um ihnen und den Menschen, die sie pflegen und betreuen, bestmögliche Unterstützung und Entlastung zu bieten."

Derzeit leben in Österreich rund 437.000 hilfe- und pflegebedürftige Frauen und Männer. 80 Prozent aller Pflegegeldbezieher leben zu Hause und werden von Angehörigen gepflegt. Rund 40.000 Kinder und Jugendliche übernehmen Pflege- und Betreuungsleistungen in der Familie. "Die Belastungen für pflegenden Angehörige sind enorm, sie sind vielfältigen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt, vereinsamen und laufen Gefahr, selbst krank zu werden", so Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger.

Die IG pflegender Angehöriger ist seit mehr als drei Jahren das Sprachrohr für Menschen, die ihre Angehörigen betreuen und setzt sich für die Verbesserung ihrer Lebenssituation ein. Jeder kann sich für pflegende Angehörige und ihre Anliegen als unterstützendes Mitglied engagieren - auch ohne Mitgliedsbeitrag.

"Wir machen uns stark für die Bedürfnisse und Anliegen von Menschen, die ihre Eltern, Lebenspartner oder Kinder betreuen. Wir brauchen eine Politik, die die Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige schafft, um ihnen und den Menschen, die sie pflegen und betreuen, bestmögliche Unterstützung und Entlastung zu bieten", so Meinhard-Schiebel. "Die aktuellen Forderungen werden heute an die Parteivorsitzenden und die Gesundheits- sowie Sozialsprecher aller Parteien geschickt".

Die Forderungen im Überblick: * Jährliche indexbezogene Valorisierung des Pflegegeldes * Kostenlose Beratung zu Pflege und Betreuung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige * Ausbau leistbarer Pflege- und Betreuungsangebote * Ausbau und Flexibilisierung von Ersatzpflege: ein freier Tag pro Monat für pflegende Angehörige * Unterstützung von pflegenden Kindern und Jugendlichen * Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf * Anerkennung und Miteinbeziehung der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger als Interessenvertretung in allen relevanten politischen und gesetzlichen Gremien

Die Forderungen sowie weitere Informationen finden Sie unter www.ig-pflege.at

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