zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 13. August 2013

Weg frei für die Linzer Medizin-Fakultät

Ministerrat beschließt 15a Vereinbarung zur Gründung einer Medizinischen Fakultät Linz auf Basis der Empfehlungen der Hochschulkonferenz.


"Die Bundesregierung hat im heutigen Ministerrat ein klares Bekenntnis zur weiteren Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandortes abgelegt", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Zuletzt sind mehrere gezielte Schritte gesetzt worden, etwa mit der "Hochschul-Milliarde" und deren Fortschreibung bis 2017, den Universitäts-Bauten, dem zweitgrößten Ausbau der Studienplätze seit Bestehen der Fachhochschulen, der langfristigen Finanzierung des IST Austria und den zahlreichen Maßnahmen zur Förderung von Nachwuchswissenschaftler/innen (bspw. FWF-Doktoratskollegs, ÖAW-Impulsprogramm "New Frontiers Groups"). "Diesen Ausbau setzen wir fort", verweist Töchterle auf den heutigen Beschluss im Sommerministerrat.

 

Als Teil der Gesamtstrategie hat der Ministerrat eine 15a Vereinbarung zur Gründung einer Medizinischen Fakultät Linz auf Basis der Empfehlungen der Hochschulkonferenz verabschiedet. Weiters wird ein Gesetzesentwurf für ein vollwertiges Promotionsrecht an der Donau-Universität Krems in die sechswöchige Begutachtung ausgesandt.

Medizinische Fakultät - Beschluss auf Basis der Empfehlungen der Hochschulkonferenz

Im Oktober 2006 hat der Oberösterreichische Landtag in einem Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, eine Medizinische Universität in Oberösterreich zu gründen und zu errichten. Begründet wurde dies u.a. damit, dass aufgrund der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren deutlich mehr Mediziner benötigt würden. Weitere Schritte (wie zB 2009 ein Entschließungsantrag im Nationalrat) folgten. Seit Juni 2012 gab es Gespräche zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich. Nach Zustimmung durch die Regierungsspitze fanden von Ende April bis Anfang Juli 2013 mehrere politische Verhandlungsrunden statt und mit einer Änderung des Universitätsgesetzes wurden die rechtlichen Grundlagen für die Errichtung einer Medizinischen Fakultät der Universität Linz geschaffen, die mit der vorliegenden 15a Vereinbarung ergänzt bzw. konkretisiert werden.

Die mit der Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz mitbefasste Hochschulkonferenz hat in einer Stellungnahme vom 10. Juli 2013 in ihren Empfehlungen an den Wissenschaftsminister eine Zustimmung zur Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz an mehrere Voraussetzungen (sie sind als Ganzes Bestandteil des Ministerratsvortrages) geknüpft, die die Finanzierung des tertiären Sektors, eine einfache und transparente Regelung des klinischen Mehraufwandes, die Untersuchung möglicher Auswirkungen auf die Quotenregelung, konkrete Maßnahmen zur Attraktivierung des Arztberufes, das Einsetzen einer national und international besetzte Gründungskommission, die Begleitung durch den österreichischen Wissenschaftsrat und die Abfederung etwaiger zusätzlicher Aufwendungen von Studierenden (aufgrund der zwei Standorte im vorklinischen Bereich) umfassen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben