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Eine erhöhte Sturzgefahr durch den Grauen Star ist vermeidbar.
 
Gesundheitspolitik 11. Juli 2013

Expertenkonferenz: Erweiterter Patientenzugang zu innovativen Katarakt-Behandlungen

Fortschritte bei der zweitgrößten Zahl aller operativer Eingriffe sollen möglichst vielen zugute kommen: Wieder volle Sehkraft, keine Brillen mehr, weniger Sturzunfälle!


Eine von Seniorenbund-Generalsekretär und Europabgeordneten Heinz K. Becker als Gastgeber gestern, Mittwoch, im Europäischen Parlament in Brüssel abgehaltene Expertenkonferenz zeigt präzise den wachsenden Bedarf für einen erweiterten Zugang der Patienten zu neuen, innovativen "Grauer Star"-Behandlungen auf, die - neben der klassischen Behebung der Krankheitssymptome - den völligen Verzicht auf Augengläser bieten können.

 

"Gerade die ältere Bevölkerung wird davon am Meisten profitieren!" Becker verweist auf die Expertenberichte, die nicht nur einen Riesensprung an Lebensqualität bringen, sondern vor allem die Alltagssicherheit massiv verbessern kann, indem vor allem die Sturzunfälle mit teils dramatischen Folgen nachweislich reduziert werden können.

Gesundheitspflege und Aktives Altern


Anlässlich der Veröffentlichung eines Empfehlungspapiers "Gesundheitspflege und Aktives Altern: Die Wahl des Patienten bei der Behandlung von Grauem Star" rief ein Expertenpanel dazu auf, den Patienten bei der Behandlung von Grauem Star eine bessere Auswahl hinsichtlich der Behandlungsmethoden zu gewährleisten, damit die wachsende, immer älter werdende Bevölkerung als Risikogruppe Nummer 1 die Vorteile der neuen, innovativen Behandlungen in Anspruch nehmen können.

Katarakt - der Graue Star" -, die Trübung der Augenlinse, ist heute der häufigste Grund für Sehbehinderung alter Menschen, wobei jeder zweite davon betroffen ist. Sehbehinderungen führen häufig zu Unfällen (Stürzen) zu Hause und am Arbeitsplatz. Unter den Experten waren die Mit-Initiatorin der Konferenz, Dr. Renate Heinisch (Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss), Annika Nowak (Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit), Professor Ian Banks (British Medical Association), Prof. Roberta Bellucci (Europäische Gesellschaft für Cataract & Refraktive Chirurgie), Dr. Milling Pande (Vison Surgery & Research Center) und Eva Hansmann (Bundesverband Deutscher Ophthalmochirurgen).

Herausforderung Katarakt


Die von der "Eucomed Ophthalmology Sector Group", als Interessensvertretung europäischer Hersteller und Anbieter von Medizintechnik, unterstützte Fachveranstaltung, führte zu einer ausführlichen Diskussion über die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft im Bezug auf Grauer Star-Erkrankungen. Wie von den Experten ausgeführt wurde, steigt die Lebenserwartung und der damit verbundene medizinische Bedarf kontinuierlich weiter, weshalb der Fokus auf verbesserte Möglichkeiten weitgehender Kostenrückerstattung für jene neuen, fortgeschrittenen Verfahren gelegt wird, die die Sehkraft komplett wiederherstellen können. "Ärzteschaft, Medizintechnik und Gesundheitspolitik haben hier die Verantwortung, die Patienten umfassend über alle Optionen der zur Verfügung stehenden Behandlungen zu informieren.", so Heinz K. Becker.

Dr. Renate Heinisch, Mitglied des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, betonte, dass es wichtig ist, dass Patienten - und besonders ältere Menschen - die Behandlung bekommen, die sie brauchen. "Altern sollte nicht nur aktiv, sondern auch gesund und würdig sein. In dieser Aufzählung spielt das Wort 'gesund' eine Hauptrolle, da ohne Gesundheit keine Aktivität möglich ist"

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