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Gesundheitspolitik 11. Juli 2013

MedUni Linz: Hochschulkonferenz stimmt unter bestimmten Voraussetzungen zu

Vertreter/innen der Uniko, der Fachhochschulkonferenz, der Senate, des Wissenschaftsrates, der ÖH und des Ministeriums plädieren für Agieren im Sinne des Hochschulplans.

Die Hochschulkonferenz, der Vertreter der Universitätenkonferenz (uniko), der Fachhochschulkonferenz (FHK), der Senate, des Wissenschaftsrates, der Österreichischen Hochschüler/innenschaft (ÖH) und des Ministeriums angehören, hat in ihrer heutigen Sitzung die inhaltlichen und finanziellen Bemühungen des Landes Oberösterreich zur Stärkung des Hochschulstandortes Linz ausdrücklich begrüßt, sie aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Darüber informierten Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle, uniko-Präsident Dr. Heinrich Schmidinger, FHK-Präsident Dr. Helmut Holzinger, Senatsvorsitzenden-Sprecher Dr. Helmut Fuchs, Dr. Ulrike Plettenbacher (Wissenschaftsrat) und ÖH-Vorsitzender Florian Kraushofer im Anschluss an die Sitzung im Wissenschaftsministerium.


Am Beginn der Sitzung der Hochschulkonferenz präsentierten Vertreter Oberösterreichs, darunter Rektor Dr. Richard Hagelauer, das geplante Vorhaben und standen für Fragen zur Verfügung, anschließend folgten die Beratungen der Hochschulkonferenz. "Ich habe von Beginn an betont, die Hochschulkonferenz in diesen Prozess einzubeziehen, und wir hatten heute eine sehr intensive, sachliche Diskussion", so Töchterle.

"Die Realisierung kann nur unter gewissen Voraussetzungen erfolgen, die wir heute im Sinne einer gesamtheitlichen Stärkung des heimischen Wissenschafts- und Forschungsstandortes definiert haben." Das einstimmige Votum sieht Töchterle als "Vertraunsvorschuss" und "Stärkung meiner Position zum weiteren Ausbau des gesamten tertiären Sektors".

Im Sinne des Hochschulplans


Die Einrichtung einer neuen medizinischen Fakultät und der Ausbau von medizinischen Studienplätzen sind im Sinn des Hochschulplans und seiner Bereiche als Teil einer einheitlichen Vorgangsweise zu sehen. Deshalb kann die Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der JKU Linz nur dann befürwortet werden, - wenn von der Bundesregierung gleichzeitig mit einer allfälligen Artikel 15a Vereinbarung beschlossen wird, dass sie Teil einer Gesamtstrategie zu einer umfassenden dynamischen Entwicklung und Stärkung des tertiären Sektors und der Forschung in Österreich ist. Das bedeutet, dass in der XXV. Gesetzgebungsperiode zusätzliche Mittel für Universitäten ab dem Jahr 2016 zumindest zur Abdeckung der laufenden Kostensteigerungen bereitgestellt werden und umgehend ein neuer Fachhochschulentwicklungs- und -finanzierungsplan beschlossen wird. Dieser muss jedenfalls ab dem Jahr 2014 die Abdeckung des bisherigen Inflationsverlustes und ab 2015 ein dynamisches Wachstum bzgl. der Zahl der Studienplätze vorsehen;

  • wenn bestehende Universitätsstandorte dadurch in die Gesamtplanung miteinbezogen werden und österreichweit eine einfache, transparente und kostengünstige Regelung des klinischen Mehraufwandes verwirklicht wird;
  • wenn zuvor mögliche Auswirkungen auf die Quotenregelung im Bereich der Medizinanfängerplätze untersucht sind
  • sowie die konkreten Maßnahmen zur Attraktivierung des Arztberufes (Reform der Ärzteausbildung) in Kraft sind;
  • wenn im weiteren Verlauf des Planungsprozesses eine national und international besetzte Gründungskommission eingesetzt wird und der Prozess durch den österreichischen Wissenschaftsrat begleitet wird;
  • wenn zusätzliche Aufwendungen von Studierenden (aufgrund der zwei Standorte im vorklinischen Bereich) abgefedert werden.

Die Österreichische Hochschulkonferenz wurde auf Vorschlag der Expertengruppe zum Hochschulplan im Mai 2012 als beratendes Gremium eingerichtet. Sie soll die gesamtheitliche Weiterentwicklung des österreichischen Hochschulraum begleiten und beratend tätig sein. Mitglieder der Kerngruppe sind der Minister (kein Stimmrecht), jeweils zwei Vertreter/innen der uniko und FHK sowie jeweils ein/e Vertreter/in der Senate, des Wissenschaftsrates, der ÖH und des Ministeriums.

OTS/ BM für Wissenschaft und Forschung, springermedizin.at

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