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Gesundheitspolitik 9. Juli 2013

Honorarverhandlungen: Die Sicht der WGKK

Wiener Gebietskrankenkasse: haben "attraktives Angebot an die Ärztekammer gelegt".

Wiener Gebietskrankenkasse bietet Honorar-Steigerung um insgesamt 26 Millionen Euro.  Nach bislang drei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit der Ärztekammer Wien hat die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) zuletzt ihr Angebot deutlich nachgebessert, um die heurigen Tarifgespräche erfolgreich abzuschließen.



Trotz der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation bietet die WGKK für das Jahr 2013 eine Erhöhung ihres Aufwands für die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte im Ausmaß von 2,24 Prozent. Für das Jahr 2014 sind 2,08 Prozent vorgesehen. Unterm Strich summieren sich die Steigerungen für die beiden Jahre auf 26 Millionen Euro. „Gerade angesichts der aktuellen Wirtschaftsprognosen haben wir der Ärztekammer ein sehr attraktives Angebot gelegt“, stellt WGKK-Obfrau Ingrid Reischl fest. Es sei jetzt an der Zeit, dass sich der Verhandlungspartner bewegt.

Konkret ist das im Bereich der Labors dringend nötig, ergänzt Reischl. In dieser Fachgruppe hätten sich die Rahmenbedingungen wesentlich geändert: Es gibt mittlerweile nur noch zwei Großanbieter, die Abwicklung etwa von Blutuntersuchungen ist zudem über weite Strecken voll automatisiert. Aus diesem Grund sei eine Senkung der Tarife notwendig. Reischl: „Wir können hier nicht mehr so tun, als ob alles in Handarbeit passieren würde.“ Zudem würden Verträge in anderen Bundesländern zeigen, dass Wien bei den Labors derzeit zuviel bezahlt.

Leistungsangebot soll moderner werden

Die WGKK will die Mittel fairer und vor allem im Sinne der Patientinnen und Patienten besser einsetzen: So soll die hausärztliche Tätigkeit genauso gestärkt werden wie der Bereich Kinder- und Jugendgesundheit. Weiters wird auf den stetig steigenden Bedarf im Fachgebiet der Psychiatrie Rücksicht genommen.
Reischl abschließend: „Es gibt viele Ansätze, um unser Leistungsangebot zu modernisieren. In diesem Sinne wäre es wünschenswert, wenn sich die Ärztekammer wieder an den Verhandlungstisch begibt.“

PA Wiener Gebietskrankenkasse/IS, springermedizin.at

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