zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 5. Juli 2013

Ärztekammer: Übergewicht ärztlich behandeln

Die Beratung und Behandlung übergewichtiger Kinder und Jugendlicher gehöre in ärztliche Hand.

Diese Forderung stellt der Referent für Ernährungsmedizin in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Kurt Widhalm, anlässlich der derzeit in Wien stattfindenden WHO-Ministerkonferenz zum Thema Ernährung. Im Moment könne praktisch jeder eine Beratung anbieten, auch ohne fachspezifische Ausbildung.

 

 "Das kann speziell bei Essstörungen ins Auge gehen. Hier ist der medizinische Hintergrund erforderlich, auch, um etwaige Folgekrankheiten rechtzeitig erkennen und behandeln zu können", betonte Widhalm am Freitag in einer Aussendung. Derzeit verfügten 1.200 Ärztinnen und Ärzte über das entsprechende ÖÄK-Diplom für Ernährungsmedizin, "die Qualität von Beratung und Behandlung ist durch diese Fortbildungsmöglichkeit somit gesichert", so der Experte.

Aber nicht nur gut ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner seien vonnöten, sondern auch ein bundesweites Behandlungsnetzwerk, das Betroffenen rasch und niederschwellig Hilfe anbieten könne.

Widhalm: "Unser Ziel muss es sein, krankhafte Formen der Fehlernährung durch qualifizierte niedergelassene Ärzte behandeln zu lassen." Um einen niederschwelligen Zugang zu gewährleisten, seien Kassenverträge erforderlich bzw. die Abdeckung von Prävention, Diagnostik und Therapie über entsprechende Leistungspositionen. "Derzeit gibt es auf diesem Sektor nichts, deswegen sind auch nur wenige Ärztinnen und Ärzte - trotz Zusatzausbildung - aktiv", sagte Widhalm abschließend.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben