zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 11. Juni 2013

Mehr Arzneisicherheit, Pfleger-Register und -aufwertung fixiert

Pfleger dürfen künftig Angehörige bei Betreuung einweisen.

Gesundheitsminister Alois Stöger hat am Dienstag gleich drei Materien durch den Ministerrat gebracht. Für Pfleger wird es künftig ein öffentlich einsehbares Register geben, aus dem ihre Vorkenntnisse ablesbar sind, zudem können sie künftig Angehörigen die Anleitung für die Behandlung von Pflegefällen geben. Materie Nummer drei ist eine Novelle des Arzneimittelgesetzes, die erhöhte Medikamentensicherheit bringen soll.



Letztere Gesetzesänderung führt dazu, dass Zulassungsinhaber künftig die Arzneimittelbehörde über alle freiwillig von ihnen getroffenen Maßnahmen zur Marktrücknahme eines Medikaments oder Aussetzung informieren müssen. Dabei sind auch die Gründe für solche Aktionen anzugeben - insbesondere ob dies aus Sicherheitsbedenken erfolgt. Zulassungsinhaber müssen auch melden, wenn das Produkt in einem Drittstaat aus Sicherheitsgründen vom Markt genommen wird.

Etabliert wird eine neue Registrierung von allen Beschäftigten im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, also z.B. Krankenschwestern. Das öffentliche Register soll bei der Arbeiterkammer angesiedelt sein und etwa Auskunft darüber geben, welche Ausbildungen die Pfleger absolviert haben. Geplant ist, dass im Rahmen der parlamentarischen Beratungen auch noch Personen in das Register integriert werden, die in einem medizinisch-technischen Dienst arbeiten, z.B. Ergotherapeuten.

Schließlich wird die Rolle der Pfleger noch ein wenig aufgewertet. Früher durften nur Ärzte den Angehörigen erklären, wie sie mit zu pflegenden Angehörigen umgehen sollen, also z.B. wie man einen Verband wechselt. Nunmehr wird diese Einweisung auch Pflegern ermöglicht.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben