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Gesundheitspolitik 16. Mai 2013

Apothekerkammer: Engagiert gegen Medikamentenfälschungen

Gesundheitsbarometer bestätigt die Befürchtungen um gefälschte Arzneien der Österreicher.

Gefälschte Arzneimittel aus dem Internet sind ein Risiko für die Gesundheit. Dass die Österreicherinnen und Österreicher diese Bedrohung ernst nehmen und gezielt Maßnahmen wünschen, um den Arzneimittelfälschungen weiter den Kampf anzusagen, zeigte das heute präsentierte Gesundheitsbarometer eindrücklich auf.

Die Apothekerkammer engagiert sich seit Jahren für mehr Information und Aufklärung zu den Risiken von Medikamentenfälschungen. "Nur die öffentlichen Apotheken garantieren die von den Kunden propagierte Sicherheit und Qualität", so Mag.pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. "Arzneimittelfälschungen haben in unseren Apotheken keine Chance."

100 Millionen gefälschte Güter wurden vom Zoll im Jahr 2011 an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt - darunter vor allem potenziell gefährliche Arzneimittel. Fast ein Viertel der von den europäischen Fahndern sichergestellten Waren sind gefälschte Medikamente. Und auch hierzulande werden Tag für Tag Medikamentenfälschungen von Zollbeamten aus dem Verkehr gezogen. Im Jahr 2012 wurden allein Österreich knapp 32.000 illegal eingeführte Medikamente beschlagnahmt. Der Großteil diese Präparate wird über den Online-Versandhandel bestellt und von vielen erschreckenderweise bedenkenlos eingenommen.

Ab Herbst 2014 wird allerdings auch in Österreich der Versandhandel von rezeptfreien Medikamenten ermöglicht. Umso wichtiger ist es, den Arzneimittelfälschern den Kampf anzusagen. Für den Kunden selbst ist eine Fälschung oft nicht von einem Original zu unterscheiden. Man wähnt sich auf einer sicheren Apotheken-Website, nicht wissend, dass sowohl die Website als auch die angebotenen Medikamente womöglich gefälscht sind.

Sicherheit durch Arzneimittelkontrolle der Apotheken

Das österreichische Apothekensystem zeichnet sich durch eine sehr strenge und effiziente Arzneimittelkontrolle aus. Diese bietet den Patienten/Kunden die allergrößte Sicherheit. Die streng kontrollierte Abgabe und Beschaffung von Medikamenten durch Apotheken in Österreich verhindert, dass Fälschungen in den Arzneimittelverkehr gelangen. Da die Käuferinnen und Käufer von Arzneimitteln über das Internet ihre Gesundheit meist unwissentlich massiven Gefahren aussetzen, sehen es die Apothekerinnen und Apotheker als ihre Aufgabe an, die Bevölkerung aufzuklären und die Kehrseite der online-Pillen sichtbar zu machen. Denn der verbotene Online-Handel mit Medikamenten steigt auch in Österreich kontinuierlich an. Die gefälschten Pillen enthalten keine oder falsche Wirkstoffe und sind sehr oft mit Anstrichfarbe, Staub und sogar Giften verunreinigt. Dieses Geschäft ist lukrativer als der Drogenhandel, denn heute ist der Online-Handel mit gefälschten Medikamenten fest in der Hand der organisierten Kriminalität.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Das bestehende Apothekensystem garantiert eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln und stellt die Versorgung der Patienten in den Mittelpunkt. Insgesamt beraten 5.800 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.330 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker.

Unter dem Motto "auf der sicheren Seite" (www.auf-der-sicheren-Seite.at) werden die gesundheitlichen Gefahren von gefälschten Medikamenten thematisiert

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