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Gesundheitspolitik 14. Mai 2013

Kampagne der NÖGKK: Gut leben mit Herzschwäche

300.000 in Österreich von Herzschwäche betroffen; Medikamente sichern bei Diagnose "Herzinsuffizienz" die Lebensqualität.

 
Der Herzmuskel ist geschwächt, das Blut kann nicht mehr so gut durch den Körper gepumpt werden wie früher. Vor allem ältere Personen sind von der Herzschwäche oder Herzinsuffizienz betroffen - in Österreich sind das 300.000 Menschen. Eine besorgniserregende Studie zeigt auf, dass es Patienten mit Diagnose "Herzinsuffizienz" mit der Einnahme ihrer Medikamente nicht allzu genau nehmen. Mehr als die Hälfte verabsäumt es, ihre Arzneien regelmäßig zu schlucken. Die NÖGKK zeigt diese Problematik auf und startet eine Kampagne unter dem Titel "Herzgesund, Gut leben mit Herzschwäche".

 

Die Krankenkasse wendet sich sowohl an die Betroffenen als auch an die Ärzteschaft - besondere Informationen ergehen an Institutionen wie Seniorenheime, Spitäler oder Rehabilitationszentren und Kuranstalten. "Herzinsuffizienz ist eine sehr ernste Erkrankung und heute gut behandelbar", sagt der Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter. Man fühlt sich schnell erschöpft und müde. Bei körperlicher Anstrengung leidet man an Atemnot, man legt Gewicht zu, die Krankheit beginnt schleichend.

"Die Probleme darf man nicht auf die lange Bank schieben, man muss sich schnell von einem Arzt durchchecken lassen", warnt Hutter. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Heute gibt es verschiedene Medikamentengruppen, die den Herzmuskel stärken und ein qualitätsvolles Leben ermöglichen. Die Voraussetzung: Die Betroffenen müssen regelmäßig ihren Arzt konsultieren und die verordnete Therapie strikt einhalten. Eine Untersuchung der österreichischen Sozialversicherung ergab, dass viele leichtfertig mit der Krankheit umgehen. "Die Hälfte der Herzinsuffizienzpatienten nimmt ihre Medikamente nicht regelmäßig und in der verordneten Dosierung ein. Die Patienten fühlen sich besser und setzen die Tabletten selber ab", erklärt Gerhard Hutter. Die Folgen sind verheerend: Die Beschwerden sind bald wieder da - mit allen Konsequenzen. Das Risiko akuter Notfälle steigt: Eine klinische Studie beweist, dass in vielen Fällen eine medikamentöse und medizinische Unterversorgung einen früheren Tod bedeuten.

"Untersuchungen beweisen, dass die richtige Therapie in den vergangenen Jahren zu einer Reduktion der Spitalsaufnahmen um 30 bis 50 Prozent und einem Rückgang der Sterblichkeit führten", sagt Hutter. "Medikamente sollten deshalb niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin abgesetzt oder reduziert werden." Das Herz braucht seine Arzneistoffe zum Pumpen, durch regelmäßige Arztbesuche kann die Therapie eventuellen Veränderungen laufend angepasst werden. Hutter: "Die Medikamente werden seit Jahren bei Millionen Patientinnen und Patienten angewendet und sorgen trotz Krankheit für ein herzgesundes Leben."

Die Patienten können bei der Behandlung aktiv mithelfen: Parallel zur Therapie und der regelmäßigen Einnahme der Medikamente ist es wichtig, den Lebensstil zu ändern. Ein gesunder Lebensstil tut dem Herzen gut. Vermeiden Sie Stress! Leichte und regelmäßige Bewegung stärkt das Herz. Gesundes und salzarmes Essen entlastet den Körper und unterstützt das Organ. Besonders das richtige Haushalten mit Salz ist wichtig: Zu viel Kochsalz begünstigt Wassereinlagerungen im Körper, oft ist Salz in Wurst, Käse oder Fertiggerichten versteckt. Darüber hinaus ist der Alkoholkonsum einzuschränken, zu viel Alkohol setzt dem Herzen zu. Keine Kompromisse darf es bei der Zigarette geben: Mit dem Rauchen sollte man überhaupt aufhören.

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