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Gesundheitspolitik 15. April 2013

Alarmruf der Apotheker

Neue Aufgaben, aber reduzierte Vergütungen

Mit einem Alarmruf trat der Österreichische Apothekerverband kürzlich gegen stagnierende Kassenumsätze und sinkende Kassenspannen an die Öffentlichkeit.

Dem gegenüber stehen neue Aufgabenfelder, die einen immer höheren Personalstand erfordern. „Keine weitere Reduktion der Kassenspanne sowie eine Vergütung bei neuen Services“, fordert daher Dr. Christian Müller-Uri, Präsident des Verbands.

Der Kassenumsatz, der mit Arzneimitteln auf Kassenrezepten erzielt wird und der 70 Prozent des Gesamtumsatzes einer Apotheke ausmacht, stagniere und liege nur knapp über der Jahresinflationsrate von 2,4 Prozent. Gleichzeitig haben die österreichischen Apotheker in den vergangenen zehn Jahren 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria ergab, dass 29 Prozent aller Apotheken in die Verlustzone geraten sind. Damit werde mittelfristig die Versorgung der österreichischen Bevölkerung gefährdet.

Gesundheitsberatungen aber auch die Messung der Gesundheitswerte sowie neue Aufgaben wie e-Medikation und Disease-Management sollten daher durch die öffentliche Hand angemessen abgegolten werden, appelliert der Apothekerverband.

www.apothekerverband.at

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