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Gesundheitspolitik 18. März 2013

Kritik an Nulllohnrunde/Pauschalzahlung für Wiener Spitalsärzte

Scharfe Kritik kommt von der Ärztekammer zur von der Gemeinde Wien und der Gewerkschaft vereinbarten Nulllohnrunde öffentlich Bediensteter für das Jahr 2013.

Betroffen sind alle Ärztinnen und Ärzte in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) und des AKH. Während Ärztinnen und Ärzte des AKH als Bundesangestellte ihre Nulllohnrunde fix verordnet bekamen, erhalten alle Mitarbeiter des KAV einheitlich ab Juli 2013 35 Euro monatlich. Abzüglich der sechs Monate Nulllohnrunde sind das monatlich 17,50 Euro.

 

Für den Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner, ist das ein "verheerendes Signal". Kürzer- wie auch längerfristig sei damit die Attraktivität der Spitalsärztetätigkeit gefährdet. "Spitalsärzte mit durchschnittlich 56 Stunden Arbeitszeit pro Woche sind die wohl am meisten belastete Gruppe der Gesundheitsberufe." Und schon jetzt würden sie ihre Entlohnung als "nicht leistungsgerecht" empfinden.

Ausdrücklich warnt Leitner davor, die Arbeitsbedingungen für Spitalsärzte in Wien noch weiter zu verschlechtern. Denn viele Kolleginnen und Kollegen arbeiteten bereits am Limit.

Anstatt finanzielles Potenzial zu optimierter Ablauforganisation und Harmonisierung der Arbeitszeiten der verschiedenen Berufsgruppen zu nützen, würden Kosteneinsparungen über das ärztliche Personal durchgeführt. "Die aktuelle Nulllohnrunde sowie die lächerlich niedrigen Pauschalzahlungen ab Juli 2013 können nur weiter demotivieren und eine Abwanderung in extramurale Bereiche beziehungsweise andere Bundesländer oder ins Ausland begünstigen", so Leitner.

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