zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 25. Februar 2013

Initiative "Weniger Salz ist g'sünder"

Stöger präsentierte erfolgreiche Zwischenbilanz.

Gesundheitsminister Alois Stöger hat die Zwischenbilanz der Kampagne "Weniger Salz ist g'sünder" von 112 österreichischen Bäckerinnen und Bäckern vorgestellt. Die Initiative hat zum Ziel, den Salzgehalt in Brot und Gebäck bis 2015 um 15 Prozent zu reduzieren.

 

In den ersten beiden Jahren der Initiative konnten bereits 30 Tonnen Salz eingespart werden. Gesundheitsminister Aolis Stöger unterstützt die Kampagne, da ein niedrigerer Salzverzehr dazu beiträgt, das Risiko von Bluthochdruck und in weiterer Folge von Herzkreislauferkrankungen zu senken.

WHO-Empfehlungen zum Salzkonsum

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass wir zu viel Salz konsumieren und hat ihre Empfehlung des täglichen Verzehrs vor kurzem von sechs auf fünf Gramm pro Tag reduziert. In Österreich nehmen die Menschen im Durchschnitt aber sogar zehn bis zwölf Gramm Salz täglich zu sich. Viel davon werde über Gebäck aufgenommen, daher sei die gemeinsame Initiative so wichtig für eine bessere Gesundheit der Österreicher, sagte Stöger. Es gehe darum, "die gesündere Wahl zur leichteren zu machen", wie es schon bei der Initiative "Unser Schulbuffet", die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung gestartet wurde, gelungen sei. Minister Stöger sprach der Bäckerinnung seinen Dank dafür aus, dass sie bei der Broterzeugung im Sinne der Gesundheit "einen Schritt vorangeht - einen mutigen Schritt, der nicht einfach ist".

Salzkonsum und Herzgesundheit

Prof. Günter Steurer, Kardiologe am Wiener AKH, erläuterte bei der Präsentation der Zwischenbilanz den Zusammenhang zwischen Lebensstil, Salzkonsum, Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen - die Todesursache Nummer eins. In Österreich werden im Schnitt 120 Gramm Brot pro Tag gegessen, das 1,7 Gramm Salz enthält. "Eine Reduktion von 15 Prozent verringert die Salzaufnahme um 0,26 Gramm pro Tag", betonte der Kardiologe. Josef Schrott, Innungsmeister der Bäcker Österreichs, erläuterte, dass der Salzgehalt in Brot und Gebäck schrittweise gesenkt werde, um die Akzeptanz bei den Kundinnen und Kundinnen zu gewährleisten. Doris Felber, Inhaberin der Bäckereikette Felber, in einer deren Filialen die Präsentation stattgefunden hat, unterstützt die Kampagne ebenso wie Prof. Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben