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Gesundheitspolitik 13. Februar 2013

Oberhauser zu Mikl-Leitner: Bewährten Weg "Therapie statt Strafe" nicht verlassen

Innenministerin Mikl-Leitner will völlig unnötigerweise den bewährten und erfolgreichen Weg "Therapie statt Strafe" in der Drogenpolitik verlassen. Zum einen stelle Mikl-Leitner Jugendliche mit den Schnell-Haartests unter einen Generalverdacht und "jetzt will sie auch noch Drogenkranken die Ersatztherapie streichen", lehnt SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser die Vorschläge der Innenministerin ab. "Das ist gegen alle Empfehlungen von Expertinnen und Experten und würde Österreich in der Drogentherapie um Jahrzehnte zurückwerfen", kritisiert Oberhauser.

Mit den Schnell-Haartests, bei denen nicht einmal gesichert sei, ob sie ein gerichtlich verwertbares Ergebnis liefern, würden Jugendliche in unzulässiger Weise unter einen Generalverdacht gestellt und kriminalisiert. "Das entspricht nicht unserem Verständnis vom Umgang mit Jugendlichen und ist in der Strategie gegen Suchtkrankheit kontraproduktiv", sagt Oberhauser.

Strikt abzulehnen sei auch die Forderung von Mikl-Leitner nach einem Abgehen von der Substitutionsbehandlung bei Drogenkranken. Die SPÖ-Gesundheitssprecherin schließt sich hier den Warnungen der Ärztekammer an, dass dies ein sowohl für die Kranken als auch gesellschaftspolitisch ein gefährlicher und nicht wünschenswerter Weg sei. "Die Ministerin wäre gut beraten, hier auf die Meinung und das Wissen der Expertinnen und Experten zu hören. Die Behandlung von Suchtkranken soll jenen überlassen werden, die sich darin auskennen", betont Oberhauser. 

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