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Gesundheitspolitik 4. Februar 2013

Gut versorgt!

Europäische Offizinapotheker verabschieden Strategiepapier

Die besonderen Vorzüge des Apothekennetzwerkes sollten besser genutzt werden: Eine bessere Nutzung der Kompetenzen der europäischen Apotheker kann den Regierungen in der EU und den Patienten helfen, den Gebrauch von Arzneimitteln zu optimieren und die allgemeinen Gesundheitskosten zu senken.

Das Strategiepapier „Die öffentliche Apotheke in Europa“ (European Community Pharmacy Blueprint) wurde während der vorangegangenen Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU) angenommen. Darin bekräftigen die europäischen Offizinapotheker, trotz des schwierigen wirtschaftlichen Klimas den Apothekerberuf und die pharmazeutische Praxis weiterzuentwickeln. Ziele sind, den Patienten die beste und kosteneffizienteste Versorgung zu bieten sowie aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung zu begegnen und Lösungen anzubieten.

Die im Strategiepapier dargelegte Vision gliedert sich in die vier Hauptbereiche moderner pharmazeutischer Praxis: Arzneimittelsicherheit und Zugang zu Arzneimitteln; Behandlungsergebnisse der einzelnen Patienten; öffentliche Gesundheit; und Leistungsfähigkeit und Qualität des Gesundheitssystems. Die Offizinapotheke stellt sehr oft den ersten und letzten Interaktionspunkt zwischen dem Patienten und dem Gesundheitssystem dar. Dadurch befindet sich das Netzwerk der öffentlichen Apotheken in einer einzigartigen Position innerhalb der Gesundheitssysteme. Aber die Art und Weise, in der die Gesundheitsversorgung organisiert ist, verändert sich. Die öffentlichen Apotheken als wesentlicher Bestandteil der Gesundheitssysteme wollen diese Veränderungen mitgestalten. Dabei geht es um eine aktive Rolle im Team der primären Gesundheitsversorgung und einen Beitrag bei der Entwicklung nationaler Medikationsmanagementstrategien.

Der Apotheker verbessert die Einnahmetreue des Patienten

Das Potenzial der Apotheker, zu einem besseren Gebrauch von Arzneimitteln bei Patienten, die mehrere Arzneimitteln nehmen müssen, beizutragen und die Therapietreue zu verbessern, wurde in einer aktuellen Studie von IMS Healthcare zum verantwortungsvollen Gebrauch von Arzneimitteln hervorgehoben.

Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Es gibt 154.000 Offizinapotheken in der EU - die am weitesten verbreitete Gesundheitseinrichtung in Europa - und 32 Mitgliedsstaaten mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen im ZAEU. Dennoch sprechen wir mit einer Stimme. Um aktuelle und künftige Herausforderungen anzunehmen, wollen wir eine Zukunft schaffen, in der die Dienstleistungen, die in europäischen Offizinapotheken, im Herzen der Gemeinschaft durch hochqualifizierte und unabhängige Heilberufler, angeboten werden, die einzelnen Patienten weiter unterstützen, ihre Behandlungsergebnisse verbessern, und zur Leistungsfähigkeit und Qualität des Gesundheitssystems beitragen.“

www.pgeu.eu

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