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Gesundheitspolitik 28. Jänner 2013

Was sind die Konsequenzen?

Der Niederösterreichische Kinder- und Jugendgesundheitsbericht bestätigt alarmierende Gesundheitsdaten. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen sollen nun konkrete Gegenmaßnahmen erarbeiten.

Der von Gesundheitslandesrätin Mag. Karin Scheele initiierte 1. Niederösterreichische Kinder- und Jugendgesundheitsbericht hat sich zum Ziel gesetzt, den Status quo „des physischen und psychischen Gesundheitszustandes und Gesundheitsverhaltens unserer Kinder“ (Scheele) zu erheben, um auf dieser Basis eine „vorsorgeorientierte Gesamtstrategie“ zu entwickeln. Er wurde von der Gesundheit Österreich Forschungs- und Planungs-GmbH erstellt. Seine zentralen Erkenntnisse können wie folgt zusammengefasst werden: Das Ernährungsverhalten ist geprägt durch einen Mangel an Obst und Gemüse, aber ein Zuviel an Süßigkeiten und Softdrinks. Rund ein Fünftel der Schüler sind übergewichtig oder adipös, bewegen sich zu wenig. Bis zu zehn Prozent der 13- bis 14-Jährigen rauchen täglich, jeder vierte 15- bis 16-Jährige greift zur Zigarette und bei den 18-Jährigen sind über 40 Prozent Raucher. 26 Prozent der Schüler trinken regelmäßig Alkohol. Auch bezüglich der hohen Steigerungsraten bei psychischen Erkrankungen zeigt sich ein dringender Handlungsbedarf. Über 1.600 niederösterreichische Kinder und Jugendliche werden pro Jahr aufgrund psychiatrischer Diagnosen stationär behandel (mehr Ergebnisse lesen Sie auf Seite 21). Bis Ende des Jahres sollen nun in weiterführenden Arbeitsgruppen Ansatzpunkte gefunden werden, um mit gezielten Präventivmaßnahmen entgegenwirken zu können. Diese werden wohl über gesundheitspolitische Aspekte weit hinausgehen müssen.

Standpunkt 1
Health In All Policies
"Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand, Bildung, Einkommen und Migrationshintergrund".
Mag. Karin Scheele Niederösterreichische Landesrätin für Gesundheit, Soziales und Jugendwohlfahrt
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Standpunkt 2
Konsequenzen statt Aufschrei
"Es müssen konkrete Maßnahmen in Gesundheitserziehung, Ernährungslehre und Sport gesetzt werden".
Dr. Christa Levin-Leitner Fachärztin für Kinderheilkunde, Purkersdorf
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Standpunkt 3
Ressourcen stärken
"Gesundheitsvorsorge muss bereits im Kindes- und Jugendalter ansetzen, um nachhaltig zu wirken".
Dr. Edith Bulant-Wodak BgA „Gesundes Niederösterreich“, Leiterin der Abteilung Gesundheitsvorsorge „Tut gut!“
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V. Weilguni, Ärzte Woche 5/2013

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