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Gesundheitspolitik 4. Jänner 2013

Eurotransplant: Rückgang der Bereitschaft zur Organspende

Zusammenhang mit jüngsten Skandalen in Deutschland vermutet.


Der europäische Organ-Vermittler Eurotransplant registriert einen starken Rückgang der Bereitschaft zur Organspende in Deutschland. 2012 seien mehr als zehn Prozent weniger Organe aus Deutschland gemeldet worden, sagte der medizinische Leiter von Eurotransplant, Axel Rahmen, dem WDR-Hörfunk. Ohne ins Detail gehen zu wollen, sei ein Zusammenhang mit den verschiedenen negativen Ereignissen in Deutschland "sicher anzunehmen".

 

Die Stiftung Eurotransplant mit Sitz im niederländischen Leiden vermittelt Spenderorgane aus acht europäischen Ländern.

Spenden-Plus in Ungarn

Die Zahl der Organverpflanzungen sei in Deutschland dennoch nur um vier Prozent von 2190 auf 2104 Transplantationen gesunken, weil andere Länder mehr Organe zur Verfügung stellten. Allein aus Ungarn, ein vorläufiges Mitglied von Eurotransplant, sei ein Spenden-Plus von 60 Prozent gemeldet worden.

Die noch vorläufigen Zahlen aus dem Vorjahr sind nach den bekanntgewordenen Skandalen an den Unikliniken Göttingen, Regensburg und München erhoben worden. Anfang 2013 kamen nun die Manipulationen in Leipzig ans Licht. Insgesamt stehen auf den Wartelisten von Eurotransplant mehr als 12 000 Patienten, die dringend auf ein Spenderorgan warten.

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