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Gesundheitspolitik 2. Jänner 2013

Ärztliche Fortbildung bedeutet Qualitätssicherung

In jedem Fall verpflichtend, ob aus gesetzlichen oder aus ethischen Gründen.

"Ärzte sind gesetzlich zur Fortbildung angehalten, sie fühlen sich aber auch ethisch dazu verpflichtet", resümiert der Präsident der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, anlässlich der aktuellen Statistik zum Fortbildungsdiplom der Ärztekammer für Wien. Das Fortbildungsprogramm sieht vor, dass Ärztinnen und Ärzte alle drei Jahre nachweisen müssen, auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein.

 

Per Oktober 2012 hatten insgesamt 3.400 Ärztinnen und Ärzte in Wien ein gültiges Fortbildungsdiplom. Im Jahr 2012 haben 6.200 Ärztinnen und Ärzte die Fortbildungsveranstaltungen der Wiener Ärztekammer in Anspruch genommen.

"Anhand dieser Zahlen sieht man, wie wichtig dieses Thema den Medizinern in Wien ist", so Szekeres. Weiterbildung sei ein "wesentliches Mittel der Qualitätssicherung", daher habe auch die Gesundheitspolitik die Aufgabe, Möglichkeiten zu schaffen, dass Ärztinnen und Ärzte dieser Verpflichtung nachkommen können. Die Ärztekammer unterstütze die Weiterbildung durch entsprechende Angebote und Veranstaltungen.

2012 hat das Fortbildungsreferat der Ärztekammer für Wien 266 Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen, wie beispielsweise die neuesten Therapien bei Depressionen oder Behandlungen von Lungenkrebs, abgehalten. Wichtig sei vor allem, dass die erworbenen Kenntnisse in die Betreuung der Patientinnen und Patienten einfließe. Szekeres: "So können wir eine optimale und auf den neuesten Wissenstand gebrachte Behandlung garantieren." Der Präsident fügt hinzu: "Wir wissen, dass auch Kolleginnen und Kollegen ohne Diplom Fortbildungsveranstaltungen besuchen, zumal der Besitz eines Fortbildungsdiploms gesetzlich nicht verpflichtend ist und daher nicht immer beantragt wird", so Szekeres.

Online zu Fortbildungspunkten

Ärztinnen und Ärzte setzen bei der Fortbildung vermehrt auf Vorträge oder Vorlesungen, die online angeboten werden. Die Ärztekammer werde ihr Angebot in diesem Bereich im Jahr 2013 "weiter verstärken", zudem werden weiterhin die Veranstaltungsreihen, welche bereits im Vorjahr gut besucht waren, wie Collegium Publicum, Open Air Lunge oder Giftiger Samstag, angeboten.

Szekeres: "Zusätzlich freuen wir uns, den Kolleginnen und Kollegen heuer mit dem sogenannten MedMonday etwas Neues anbieten zu können." Bei dieser Veranstaltung werden die Schwerpunkte auf fallorientiertes Lernen und aktives Miterleben gelegt. Denn problemorientiertes Lernen und der Erfahrungsaustausch zwischen Ärztinnen und Ärzten sei "wesentlich" für den Lernerfolg, "der sich wiederrum in unmittelbarem Patientennutzen niederschlägt".

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