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Gesundheitspolitik 22. Dezember 2012

Nächstes Teilstück der Pflegereform präsentiert

Rechtzeitig zum Jahresende wurden durch Bundesminister Hundstorfer die Empfehlungen der Reformarbeitsgruppe Pflege vorgestellt.

Als erster wichtiger Schritt wurde die nunmehr umgesetzte Verwaltungsreform für das Bundespflegegeld gesetzt. Die Finanzierung des Pflegefonds ist bis zum Jahr 2014 gesichert. Prognostiziert werden zusätzlich notwendige Mittel für das Jahr 2017 von 394 Mio. Euro, sowie in der Folge eine Steigerung für das Jahr 2019 auf 514 Mio. Euro jeweils im Vergleich zu dem Jahr 2010. Für den März 2013 ist die Verlängerung des Fonds bis 2016 per Beschluss des Nationalrates geplant.

 

Mit 5,14 Prozent Pflegegeldbeziehern der Gesamtbevölkerung liegt Österreich im internationalen Vergleich an der Spitze. In den vergangneen 20 Jahren errichteten Bund, Länder und Gemeinden auf Basis des Bundespflegegeldes und einer 15a-Vereinbarung ein Pflegesystem mit dem Ziel, den Pflegebedürftigen freie und selbstbestimmte Wahl der Pflege und Betreuung zu ermöglichen. Im Rahmen der LandessozialreferentInnen-Konferenz bekannten sich die Länder vergangenen Juni zu Harmonisierungsmaßnahmen der Angebotsstruktur und der Angebotsqualität mit dem Grundsatz: Vorrang für ambulante Leistungen.

"Am Sektor professioneller Pflegedienste zeichnet sich eine Steigerung von im Jahr 2010 45.155 auf 67.650 Beschäftigte bis 2025 ab. Diese Prognosen für den Personal-bedarf im Bereich Langzeitpflege sprechen für sich, hier ist dringend Handlungsbedarf", meint Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV).

Im Reformpapier werden dazu durchlässige Ausbildungswege mit Kompatibilität des Bildungssystems, Fachkräftestipendien für höhere Qualifikationslevels, sowie eine Erweiterung und Modernisierung der Kompetenzbereiche vorgeschlagen.

Frohner dazu "Im Kompetenzmodell für Pflegeberufe in Österreich hat der ÖGKV bereits wesentliche Grundlagen für diese dringend erforderlichen Reformen erarbeitet. Als nächsten Schritt ist daher dringend die Ausbildungsreform für Pflegeberufe, und dies mit bundesweit gleichen Zugängen, auf den Weg zu bringen"

Für die Umsetzung der Pflegereform, aber auch der jüngst beschlossenen Gesundheitsreform, sind fachkompetente und handlungskompetente Pflegefachpersonen unverzichtbar.

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