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Eric Frey, Hans Jörg Schelling, Roman Gamerith, Alois Stöger und Martin Gleitsmann bei der Jahrbuch-Präsentation. (v.l.n.r.)
 
Gesundheitspolitik 17. Dezember 2012

Jahrbuch der Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2012

Sanofi und die WKO Initiative "Plattform Gesundheitswirtschaft" präsentierten in Kooperation mit der Tageszeitung "Der Standard" das Jahrbuch "Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich 2012" in Wien.

Das Jahrbuch wird bereits zum vierten Mal publiziert und ist die Fortsetzung der 2009 begonnenen Initiative von Sanofi Österreich.

 

"Das Buch bringt einen Überblick über Entwicklungen, Erfolge und Niederlagen sowie über die bedeutendsten Player der österreichischen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft. Vor vier Jahren hat sich das Autoren-Team rund um meine Kollegin Ines Windisch gefunden, weil es so ein Werk in Österreich nicht gegeben hat.

Die Idee war, etwas zum Nachlesen, Nachdenken und als Anregung zu machen", bekräftigt Dr. Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi Österreich. "Besonders stolz macht mich, dass wir alle wesentlichen Akteure des heimischen Gesundheitswesens überzeugen konnten, bei diesem Projekt mit dabei zu sein. Heuer haben wir Beiträge aus fünf Ministerien, von Kammer- und Vereinspräsidenten, Vorsitzenden und weiteren wichtigen Stakeholdern."

Im Rahmen der Jahrbuchpräsentation luden die Veranstalter zur Podiumsdiskussion, moderiert von Eric Frey von der Tageszeitung "Der Standard", mit Gesundheitsminister Alois Stöger und Mag. Dr. Hans Jörg Schelling, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Martin Gleitsmann, WKO Initiative "Plattform Gesundheitswirtschaft" und Dr. Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi Österreich. Im Zentrum der Diskussion stand die erst kürzlich beschlossene Gesundheitsreform.

Das Jahr 2012 aus Sicht von Bundesminister Alois Stöger

Die größte Herausforderung im vergangenen Jahr sei für Minister gewesen, die Positionen vieler Gruppen im Gesundheitssystem zusammenzubringen, was sowohl bei der Elektronischen Gesundheitsakte als auch bei der Gesundheitsreform gelungen sei. "Bund, Länder und Sozialversicherung haben gemeinsam einen Paradigmenwechsel vereinbart, weg von der Institutionen- hin zur Patientenorientierung", betonte der Minister. Im vergangenen Jahr ebenfalls sehr wichtig seien auch die Verbesserungen in den Gesundheitsberufen, Stichwort zahnärztliche Assistenz, gewesen. "Das zeichnet Österreich aus: Das Gesundheitssystem wurde auch in der Krise weiterentwickelt, neue Leistungen wurden eingeführt. In Zukunft werden auch Zahnambulatorien moderne Zahnmedizin anbieten können und mit dem Krankengeld für Selbständige reagiert die Politik auf neue Lebensbedingungen", sagte Stöger.

Die größte Änderung der Gesundheitsreform sei, dass Sozialversicherung und Länder einander in ihrem Leistungsangebot besser aufeinander abstimmen werden, erklärte Minister Stöger. "Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das, dass das Hin- und Herverschieben von einem Arzt zum nächsten oder vom Arzt zum Spital ein Ende haben wird. Das heißt, dass die Patienten erstens schneller und zweitens qualitätsvoller behandelt werden", unterstrich der Gesundheitsminister. Darüber hinaus werde die Qualität der Gesundheitsversorgung erstmals institutionenübergreifend gemessen. "Und: Wir haben die politische Entscheidung getroffen, dass im Gesundheitssystem in Zukunft mehr Geld zur Verfügung stehen wird, was Planungssicherheit für die Gesundheitswirtschaft schafft." Auch mit der Verfügbarkeit von relevanten Gesundheitsdaten über ELGA werde sich die Qualität verbessern. Ein weiterer Schritt zur Qualitätssteigerung werde die verstärkte Kooperation zwischen den Berufsgruppen im Gesundheitswesen sein.

Nach dem Thema Vorsorge und Prävention gefragt, wies der Minister darauf hin, dass dies einer der Schwerpunkte der Rahmen-Gesundheitsziele sei. 40 Institutionen setzen sich damit auseinander, wie Gesundheit in allen Lebensbereichen integriert werden kann. Mit dem einfacheren Zugang zu richtiger Ernährung wurde bereits begonnen, z.B. mit der Initiative "Unser Schulbuffet" in Schulen; hier sei man schon sehr weit gekommen. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung sei eine wertvolle Maßnahme.

Information

"Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich 2012 - Das Jahr im Rückblick." kann unter www.gesundheitspolitik2012.at  kostenlos angefordert werden (solange der Vorrat reicht!).

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