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Gesundheitspolitik 4. Dezember 2012

Strahlenschützer warnen vor zu hohen Röntgenbelastungen

Vor zu hohen Belastungen durch Röntgen haben Strahlenschützer auf einer Konferenz der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) in Bonn gewarnt.

Zu große Dosen gelten als gesundheitsschädlich und können das Krebsrisiko erhöhen. Auf der Konferenz sollen einheitliche und klare internationale Standards weiterentwickelt werden. Rund 700 Experten wollen mit einem Aktionsprogramm die Weichen für möglichst geringe Risiken bei der Nutzung von Röntgenstrahlung in Diagnose und Therapie stellen.

 

Die Anwendung von Strahlung müsse gerechtfertigt sein, der Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegen, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im deutschen Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser zum Auftakt der knapp einwöchigen Bonner Tagung am Montag. Die Risiken müssten insbesondere bei der Früherkennung und bei Kindern mit beachtet werden. "Hier müssen klare Rahmenbedingungen für deren Zulässigkeit formuliert werden."

Ungebremster Anstieg der Belastung bei Krebstherapie

Viele Menschen würden nach wie vor etwa bei der Krebsbehandlung einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt, sagte der Konferenzvorsitzende und Strahlenschutzexperte Wolfgang Weiss. Dies könne zu Sekundärtumoren führen. Trotz anderer Diagnosemethoden wie der Kernspintomographie (MRT), die ohne Röntgenstrahlen auskommt, gebe es bei der Computertomographie (CT) einen "ungebremsten Anstieg".

Alle diagnostischen Verfahren und Therapien sollten mit einer möglichst geringen Strahlenbelastung erfolgen, betonte Heinen-Esser. Auch Entwicklungsländern müsse der Zugang mit höchsten Sicherheitsstandards ermöglicht werden. Über die dortigen Verhältnisse lägen bisher fast keine Kenntnisse vor, sagte Weiss.

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