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Gesundheitspolitik 3. Dezember 2012

ÖÄK-Steinhart: Zweifel an Unabhängigkeit von Oekonsult-Umfragen

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) meldet in einer Aussendung Zweifel an der Seriosität der aktuellen Oekonsult-Befragung an.

Nach dieser Umfrage hätten die Österreicherinnen und Österreicher wenig Verständnis für die ÖÄK-Infoaktionen zur Gesundheitsreform . Die ÖÄK begründet ihre Skepsis damit, dass das Karmasin-Institut zu einem völlig anderen Ergebnis kommt.

 

Laut Karmasin halten 55 Prozent der österreichischen Bevölkerung mögliche Ärzte-Streiks gegen die Sparpläne der Regierung für gerechtfertigt, in Wien sind es 73 Prozent.

Demgegenüber kommt die Firma Oekonsult auf 88 Prozent Ablehnung (39 Prozent absolut dagegen, 27 sehr, 21 tendenziell).

"Dass jeder Marktforscher den Ausgang einer Befragung bis zu einem gewissen Grad steuern kann, ist eine Binsenweisheit. Ob man es tut, ist eine Frage der Seriosität", sagte ÖÄK-Vizepräsident und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, Johannes Steinhart.

Die Oekonsult-Umfrage sei "als Eigenforschung" durchgeführt worden - sagt Oekonsult. "Wer Oekonsult-Umfrageergebnisse richtig interpretieren will, sollte aber wissen, dass dieses Unternehmen immer wieder Studien im Auftrag des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger durchführt", ergänzte Steinhart. Karmasin hingegen fragte im Auftrag der Tageszeitung "Heute", der man mit Sicherheit kein Naheverhältnis zur Ärztekammer nachsagen könne.

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