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Gesundheitspolitik 21. November 2012

Ärztekammer: Resolution gegen Gesundheitsreform einstimmig beschlossen

Über 800 Ärzte bei Protestkonvent - zehn zentrale Forderungen an Politik


In einer außerordentlichen Vollversammlung hat die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) heute einstimmig eine Resolution zur Gesundheitsreform beschlossen, um so ihrem Protest gegen die Reform Ausdruck zu verleihen. An der öffentlichen Vollversammlung und dem anschließenden Protestkonvent nahmen über 800 Ärztinnen und Ärzte teil.



Wesentliche Eckdaten der Resolution sind ein Bekenntnis zum solidarischen Gesundheitssystem sowie Widerstand gegen Zentralisierung, Verstaatlichung und weitere Bürokratisierung im Gesundheitswesen.

Die Resolution beinhaltet insgesamt zehn Forderungen:

  1. Konjunkturunabhängige Finanzierung des Gesundheitssystems
  2. Vorrang der ambulanten Versorgung
  3. Entlastung der Spitalsärzte durch Leistungsverlagerung aus den Ambulanzen in den niedergelassenen Bereich
  4. Verzicht auf zentralistische Steuerungs- und Organisationsgremien
  5. Konsequenter Abbau der überbordenden Bürokratie
  6. Attraktive, familienfreundliche und vor allem für Jungmediziner interessante Arbeitsbedingungen in Spital und Niederlassung
  7. Garantie für die Selbstverwaltung der Ärzteschaft insbesondere bei Qualitätssicherung, Ausbildung, Stellenplanung und Honorargestaltung
  8. Zeitgemäße, flexible freiberufliche Zusammenarbeitsformen
  9.  Umsetzung des Haus- und Vertrauensarztmodells der ÖÄK
  10. Gesundheitsreform nur mit den Ärzten

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