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Gesundheitspolitik 4. November 2012

China will Organe von Hingerichteten bald nicht mehr nutzen

Organspendesystem, das sich auf die Organe von Hinrichtungskandidaten verlasse, sei weder ethisch vertretbar noch nachhaltig.


China will die Organe von Hingerichteten bald nicht mehr ohne deren vorherige Einwilligung für Transplantationen freigeben. Ein Organspendesystem, das sich auf die Organe von Hinrichtungskandidaten verlasse, sei weder ethisch vertretbar noch nachhaltig, sagte der Direktor des Nationalen Transplantationsforschungszentrums, Wang Haibo, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Bulletin der Weltgesundheitsorganisation (WHO).



Ab dem kommenden Jahr wolle die Regierung die bisher gängige Praxis deshalb auslaufen lassen. Innerhalb von fünf Jahren will die Regierung in Peking dann gar keine Organe mehr ungefragt verwenden.

Natürlich sei Hinrichtungskandidaten und deren Angehörigen auch weiterhin die Organspende auf freiwilliger Basis möglich, fügte Wang hinzu. Die Zahl der Hinrichtungen in China wird geheim gehalten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schätzt jedoch, dass China Jahr für Jahr mehr Menschen exekutiert als der Rest der Welt zusammen.

WHO-Interview http://dpaq.de/3rnS7

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