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Gesundheitspolitik 25. Oktober 2012

Ärztekammer zu ELGA: Es ist noch viel zu tun

Usability für Ärzte besonders wichtig.

Auch nach dem Beschluss des parlamentarischen Gesundheitsausschusses zum ELGA-Gesetz bleibe nach wie vor viel zu tun, erklärte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, am Donnerstag in einer Presseaussendung. "Damit ELGA für Patienten und Ärzte eine gute Sache werden kann, müssen noch wichtige Änderungen vorgenommen werden. Sonst wird das System nicht praxistauglich sein", so Wechselberger.

 

Für die Ärzteschaft sei die Usability von zentraler Bedeutung. Das vom Gesundheitsausschuss beschlossene Gesetz nehme darauf nicht ausreichend Rücksicht. Wechselberger: "Nach wie vor fehlen eine grundlegende Dokumentenstruktur und eine praxistaugliche Suchfunktion, die den reibungslosen Ablauf im ärztlichen Arbeitsalltag ermöglichen." Im gestrigen von der ÖÄK geforderten parlamentarischen Expertenhearing hätten die beiden ärztlichen Experten, Ludwig Gruber und Burkhard Walla, diese wesentlichen Punkte wieder unterstrichen. Beide hätten betont, dass der bürokratische Aufwand vor allem in den Spitälern schon jetzt enorm sei und ELGA in der geplanten Form die Arbeit der Mediziner erschweren anstatt erleichtern würde. Bedauerlich sei auch, dass weder Format noch Struktur der in ELGA abzuspeichernden Dokumente im Gesetz festgelegt seien - beides solle erst per Verordnung vom Minister erlassen werden, was im Sinne der Funktionalität des Systems bei weitem nicht konkret genug sei, so der Ärztepräsident.

"Die von der Ärzteschaft für eine praktikable Umsetzung von ELGA vorgebrachten Forderungen und Empfehlungen sind nach wie vor aufrecht. Wir werden daher weiterhin darauf drängen, ELGA zu verbessern", so Wechselberger.

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