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Gesundheitspolitik 21. Oktober 2012

Stöger: Kindergesundheitsstrategie wird weiterentwickelt

Masterplan Kinder- und Jugendgesundheit vorgestellt.

Die im Herbst 2012 veröffentlichte Kindergesundheitsstrategie ist das Ergebnis des Kindergesundheitsdialoges, in dem 180 Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung - nicht nur aus dem Gesundheitswesen, sondern auch aus vielen anderen Bereichen - ihr Wissen und ihre Erfahrung eingebracht haben.

 

"Die Kinder- und Jugendgesundheit war mir immer ein besonderes Anliegen. In der Vergangenheit ist diesem Bereich der Gesundheitsversorgung zu wenig Beachtung geschenkt worden. Durch den Kindergesundheitsdialog habe ich das geändert", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich der Eröffnung der Konferenz zum ersten Jahrestag der Kindergesundheitsstrategie in Klagenfurt.

"Die Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie stellt einen Paradigmenwechsel in Österreich dar: Erstmals wurden die vielfältigen Bedürfnisse und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien in einem Gesamtzusammenhang betrachtet und konkrete Verbesserungen empfohlen", führte der Minister aus.

Land Kärnten und Gebietskrankenkassen riefen die Initiative Masterplan Kinder- und Jugendgesundheit ins Leben

Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser stellte im Rahmen der Konferenz den auf seine Initiative hin erarbeiteten "Masterplan Kinder- und Jugendgesundheit" vor. "Der Masterplan wurde im Rahmen der österreichweiten Strategie vom Land Kärnten und der Gebietskrankenkasse ins Leben gerufen, um bereits vorhandene gesundheitsförderliche und präventive Angebote rund um Ernährung, Bewegung, Sucht und psychosoziale Gesundheit für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr zu erheben, zu bündeln und übersichtlich darzustellen", erklärte Kaiser.

Die Zielgruppen

Zielgruppen des landesweiten Masterplans seien laut Kaiser Kinder und Jugendliche, Eltern, Personen, die in Ausbildungsstätten gesundheitsförderliche Maßnahmen durchführen möchten, ärztliche und nichtärztliche Berufsgruppen, die mit Kindern zu tun haben sowie generell alle, die mit Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 19. Lebensjahr arbeiten.

Bei der Veranstaltung in Klagenfurt wurde nach einem Jahr der aktuelle Stand der Umsetzung präsentiert und das erste Maßnahmenupdate vorgestellt. Es ist von der Koordinationsstelle für Kindergesundheit im Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der Gesundheit Österich (GÖG) und dem intersektoralen Umsetzungskomitee erstellt worden und bietet einen breiten Überblick über die Aktivitäten des letzten Jahres.

"Im vergangenen Jahr hat sich bei der Kindergesundheit viel getan. So ist es mir gelungen, die Impfungen für Meningokokken und Pneumokokken für alle Kinder in das kostenlose Kinderimpfprogramm aufzunehmen. Das ist der größte Ausbau des Impfprogramms seit vielen Jahren", stellte Stöger fest. Darüber hinaus wurde das Grundlagenprojekt zu den frühen Hilfen - bei dem es darum geht durch gezielte Beratung die gesundheitliche Chancengleichheit zu stärken - begonnen und das Kinderforschungsnetzwerk zur Erforschung von Arzneimitteln für Kinder gestartet. "Ich bin stolz darauf, wie viel wir bisher geschafft haben. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel angekommen. Die Kindergesundheitsstrategie wird auch in den kommenden Jahren laufend weiterentwickelt werden", so Gesundheitsminister Stöger abschließend.

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