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Gesundheitspolitik 18. Oktober 2012

Stöger: Position der Patienten wird mit ELGA "massiv gestärkt"

4. ELGA-Anwenderforum.

Gesundheitsminister Alois Stöger hat beim 4. ELGA-Anwenderforum des Business Circle zum Thema "E-Health in Österreich", das am Donnerstag und Freitag in Wien stattfindet, betont, dass "Gesundwerdung heute nicht mehr nur in einzelnen Institutionen wie einem Krankenhaus stattfindet, sondern institutionenübergreifend".

 

Stöger führte aus, dass "die Qualität des Gesundwerdungsprozesses in hohem Ausmaß davon abhängt, wie diese Institutionen in der Lage sind, Informationen über ihre Patienten zu vernetzen und weiterzugeben und wie sie sich gegenseitig abstimmen". Dieses Aufeinanderabstimmen sei entscheidend für das Ergebnis des Behandlungsprozesses. Wenn ein Gesundwerdungsprozess nicht mehr von nur einer Einrichtung, wie z.B. dem Krankenhaus, begleitet wird, müsse mit den anderen Einrichtungen abgestimmt werden, was vorher und was nachher passiert. "Das setzt eine andere Prozesskultur voraus und das ist die Herausforderung für unser Gesundheitssystem", betonte Stöger. ELGA sei ein "Motor für den kulturellen Veränderungsprozess, und ein Instrument, um Vernetzung herzustellen".

ELGA und die Behandlungsqualität

ELGA sei kein Selbstzweck, sondern soll zur guten Behandlungsqualität für Patientinnen und Patienten beitragen, so der Minister. "Die zentrale Herausforderung ist die Änderung der Kultur in den Einrichtungen des Gesundheitssystems", erläuterte Stöger. Darüber hinaus sei es wichtig, den Sorgen der Menschen über Fragen des Datenschutzes zu begegnen: "Wir sichern die Gesundheitsdaten der Patienten auf höchstem Level und setzen mit ELGA eine neue Qualität des Datenschutzes um. Die Patienten werden selbst Zugriff auf ihre Daten haben und einsehen können, wer wann auf diese zugegriffen hat." Damit werde die Position von Patientinnen und Patienten "massiv gestärkt".

Zum österreichischen Gesundheitssystem im Allgemeinen betonte der Minister, dass sich die Menschen erwarten, dass sie auf ein staatliches, gemeinschaftliches Gesundheitswesen vertrauen können; darauf sei das österreichische Gesundheitssystem auch ausgerichtet. "Wir haben in der Krise erkannt, dass das Gesundheitswesen ein stabilisierender Faktor für die Wirtschaft ist. Zehn Prozent der Wertschöpfung kommen aus dem Gesundheitswesen, Arbeitsplätze wurden ausgebaut, wir haben das Gesundheitssystem weiterentwickelt - das war ganz bewusste Politik der österreichischen Bundesregierung und dabei unterscheiden wir uns massiv von anderen europäischen Ländern." Auch die Finanzierung der Krankenkassen wurde in den letzten Jahren gesichert.

Die OECD habe Österreich bescheinigt, dass der Zugang aller Menschen zu Gesundheitsleistungen sichergestellt ist. "Hier sind wir Weltmarktführer", betonte der Gesundheitsminister. Österreich sei der einzige Staat in Europa, in dem es ein Agreement zwischen Sozialversicherung, Bund und Ländern gebe, sicherzustellen, dass sich die Gesundheitsausgaben in dem Ausmaß weiterentwickeln, in dem sich die Volkswirtschaft weiterentwickelt. Für Stöger eine "klare Position für mehr Gesundheit. Wenn wir es schaffen, unser Gesundheitssystem weiterzuentwickeln, bleiben wir an der Spitze".

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