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Gesundheitspolitik 11. Oktober 2012

2012 – Europäisches Jahr für aktives Altern

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz bietet umfassende Informationen.

2012 ist das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz bietet ein umfassendes Informationsangebot darüber, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger am Arbeitsleben teilnehmen können.

In der EU vollziehen sich große demografische Veränderungen. Eine höhere Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem sehr viel höheren Bevölkerungsanteil älterer Arbeitnehmer führen. Zurzeit gehen weniger als die Hälfte der 55- bis 64-Jährigen in der EU einer Beschäftigung nach. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat praktische Beispiele zusammengestellt, welche die Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer konkret verbessern. Dazu zählen Maßnahmen zur Anpassung von Aufgaben, die Durchführung altersspezifischer Gefährdungsbeurteilungen und Altersmanagement am Arbeitsplatz.

Die Europäische Agentur weist auch auf die Bedeutung hin, die Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit haben. Direktorin Christa Sedlatschek dazu: „Die Jungen von heute sind die älteren Beschäftigten von morgen. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit spielen daher eine entscheidende Rolle, da sie zu einem besseren und längeren Arbeitsleben beitragen.“

Sowohl Arbeitgeber als auch politische Entscheidungsträger sind gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitsaufgaben an die Bedürfnisse älterer ArbeitnehmerInnen anzupassen und bestehende Vorbehalte auszuräumen. Laut Untersuchungen wird diese Auffassung von der Mehrheit der europäischen Bürger geteilt. Nach der von EU-OSHA beauftragten zweiten Europäischen Meinungsumfrage sind 87 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit eine wichtige Rolle spielen, wenn Menschen vor ihrem Ruhestand länger arbeiten sollen. Die Untersuchungen zeigen allerdings auch, dass viele Europäer der Meinung sind, dass die Bedingungen an ihrem Arbeitsplatz es ihnen nicht erlauben, bis zu einem höheren Alter zu arbeiten. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihre Arbeitsplätze nicht an die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer angepasst sind.

Die EU-OSHA startet auf Ersuchen des Europäischen Parlaments und der Kommission ein Pilotprojekt, bei dem Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheit und der Sicherheit älterer Arbeitnehmer untersucht werden.

Informationen: http://osha.europa.eu/de/priority_groups/ageingworkers/

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