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Gesundheitspolitik 4. Oktober 2012

NÖ Ärztekammer: Freiwilligkeit für Ärzte bei ELGA bleibt zentrale Forderung

Große Verwunderung haben heute Medienberichte hervorgerufen, die über eine Zustimmung der Ärztekammer zu ELGA berichten.

"Solche Meldungen sind schlichtweg falsch, ob bewusst eingesetzt, um die Bevölkerung zu irritieren und die öffentliche Meinung zu manipulieren, oder schlichtweg aufgrund Fehlinformationen. Klar ist, dass unsere Forderung nach Freiwilligkeit weiterhin aufrecht ist und wir nicht davon abrücken", stellt Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer, klar.

 

Es gibt keinerlei Beschlüsse innerhalb der Ärztekammer, dass die Forderungen nach Freiwilligkeit, ärztlicher Verschwiegenheit und Datenschutz, medizinischem Nutzen, Kostenwahrheit und Klärung aller haftungsrechtlichen Fragen aufgehoben wären. "Es ist völlig unverständlich, wieso sich die Österreichische Ärztekammer nicht deutlicher gegen solche Falschmeldungen stellt."

Ebenso absurd: "Handys für jeden verpflichtend einführen"

Für Präsident Dr. Reisner steht fest, dass wenn die Politik von ELGA und deren Verbesserung für das Gesundheitssystem überzeugt wäre, eine Verpflichtung überhaupt nicht notwendig wäre. "Die Politik kommt ja auch nicht auf die Idee, jeden Bürger gesetzlich zu verpflichten, ein Handy mit sich zu tragen, um jederzeit beispielsweise die Polizei, Rettung oder Feuerwehr zu rufen. Eine solche Verpflichtung wäre absurd, dennoch besitzt nahezu jeder Österreicher bereits ein oder sogar mehrere Handys. Und zwar deshalb, weil der Nutzen von Handys für die Besitzer gut und sinnvoll ist. Genauso ist es mit ELGA: Wenn ELGA so aufgebaut wäre, dass es für Patienten und Ärzte gut und sinnvoll wäre, würde jeder sehr gerne freiwillig mitmachen. Denn Freiwilligkeit ist die beste Garantie dafür, dass ein Produkt zur Zufriedenheit der gesamten Bevölkerung entwickelt wird ", meint Reisner.

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