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Drohen lange Wartezeiten durch elektronische Gsundheitsakte im Krankenhaus?
 
Gesundheitspolitik 4. Oktober 2012

Ärztekammer zu ELGA: Noch kein Durchbruch

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) tritt Meldungen entgegen, wonach sie grünes Licht zur Einführung von ELGA gebe.

Laut ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger habe sich zwar viel bewegt, von einem Durchbruch könne jedoch keine Rede sein.

 

Für die Ärztekammer unabdingbar ist eine zeitgemäße Anwendbarkeit und Nutzerfreundlichkeit des Systems in Ordinationen und Krankenhäusern. Wechselberger: "ELGA ist für uns nur dann akzeptabel, wenn es für die Patienten sicher ist, schnell funktioniert und nicht zu einer Ausweitung der Wartezeiten in unseren Praxen führt." Nach wie vor gebe es keine Lösung, was eine moderne Suchfunktion und die notwendige Standardisierung der Dokumente betreffe. "Diese Punkte sind Voraussetzungen eines modernen Systems, auf die man nicht verzichten kann. Nur wenn wir nach dem aktuellen Stand der Technik vorgehen, können wir verhindern, dass die Ärzte mit Daten zugeschüttet werden und noch weniger Zeit für Patienten haben", sagte Wechselberger.

Längere Warteschlangen in Krankenhausambulanzen durch ELGA?

In den Krankenhäusern, die derzeit mit unterschiedlichen Systemen arbeiten, würden sich die Warteschlangen in den Ambulanzen weiter verlängern, wenn bei ELGA-Dokumenten eine zeitsparende Suchfunktion fehle, betonte auch der Bundesobmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer: "Das ist für die Patienten und Ärzte in den Spitälern unzumutbar." Gerade bei der gegebenen angespannten Finanzlage im Gesundheitswesen müsse man die Verschwendung knapper Mittel für eine schlechte und nicht funktionierende ELGA-Lösung abwehren.

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