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Gesundheitspolitik 27. September 2012

Wiener Spitalsärzte forden Reallohnerhöhung

Nulllohnrunde im öffentlichen Dienst für Spitalsärzte "nicht vertretbar".

Die Mandatare der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien haben sich am Mittwoch, einstimmig gegen die österreichweit angestrebte Nulllohnrunde aller Gemeindebediensteten für das Jahr 2013 ausgesprochen. "Wir lehnen für den Bereich der Gemeinde Wien diese Entwicklung entschieden ab", so der Vizepräsident der Ärztekammer für Wien und Obmann der Kurie angestellte Ärzte, Hermann Leitner.

 

Eine Nulllohnrunde wäre in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation für viele Gemeindebedienstete in den Wiener Spitälern "nicht vertretbar", ist Leitner überzeugt. Vor allem junge Kolleginnen und Kollegen seien massiv gefährdet, hohe Einkommenseinbußen hinnehmen zu müssen. Diese seien aber bereits jetzt am wirtschaftlichen Limit und müssten vermehrt Nachtdienste machen, um nicht einen Einkommensverlust zu riskieren. "Mit der angestrebten Nulllohnrunde wird sich die Lage in den Krankenhäusern der Stadt Wien sowie im AKH zusätzlich verschärfen."

Realistische Lohnerhöhung für Wiener Spitalsärzte gefordert

"Wir fordern die Stadt Wien und die Gewerkschaft auf, nicht über eine Nulllohnrunde zu verhandeln, sondern über eine realistische Reallohnerhöhung", bringt es der Vizepräsident auf den Punkt. Besonders in Wien, wo Spitzenmedizin auf höchstem Niveau den Patientinnen und Patienten geboten werde, müsse dieses Angebot auch entsprechend honoriert werden.

Die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien zeigte sich solidarisch mit allen anderen Gemeindebediensteten der Stadt Wien, welche durch die Nulllohnrunde Lohnkürzungen in großem Ausmaß akzeptieren müssten. "Die Stadt Wien muss alternative Wege von Einsparungen präsentieren und nicht einseitig auf Kosten ihrer Angestellten sparen", so Leitner.

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