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Betriebliche Gesundheitsförderung hat viele Vorteile, so die OÖGKK.
 
Gesundheitspolitik 25. September 2012

Gesundheit der Mitarbeiter fördern bringt's

OÖGKK: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) nötiger denn je.

 

Eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz belegt, dass fast ein Drittel der österreichischen Beschäftigten unter gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz leidet: Für die OÖGKK - als österreichische Kontaktstelle des Europäischen Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung - eine Bestätigung, wie wichtig Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) für den Wirtschaftsstandort Österreich ist. "Wenn wir die Gesundheit in Oberösterreichs Betrieben fördern, dann stärken wir die Gesundheit von 540.000 beschäftigten Menschen", sagt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth.

 

Dass von diesen Maßnahmen nicht nur die Arbeitnehmer sondern vor allem auch die Unternehmen profitieren, belegen Studien. Laut Berechnungen des Instituts für Höhere Studien (IHS) verlieren Österreichs Betriebe zwischen 345 Millionen und einer Milliarde Euro pro Jahr, wenn sie die Angebote zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) nicht nutzen. Betriebe, die BGF Projekte abgeschlossen haben, sind überzeugt von der Wirkung des europaweit entwickelten Konzepts. Die demografischen Veränderungen in der Arbeitswelt, aber auch der Blick auf die Gesundheit der Gesamtbevölkerung sind weitere gewichtige Argumente für wirksame Gesundheitsförderung in den Betrieben. Die OÖGKK investiert daher stark in die BGF und weitet ihr Angebot aus.

Ziel: 1.700 gesundheitsfördernde Betriebe in Oberösterreich

Bedarf ist jedenfalls gegeben: 141 oberösterreichische Unternehmen tragen bereits das BGF-Gütesiegel, das nur an Betriebe verliehen wird, die ein Projekt nach den hohen Standards des europäischen Netzwerks abgeschlossen haben. Aktuell werden 76 weitere Unternehmen in Projekten begleitet. Damit ist der Grundstein für den weiteren Ausbau gelegt: "Unser langfristiges Ziel bis 2020 sind rund 1.700 gesundheitsfördernde Betriebe in Oberösterreich", so OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer.

Flächendeckende Betreuung in Oberösterreich

Um dieses Ziel erreichen zu können, errichtete die OÖGKK ein Netzwerk an externen Gesundheitsspezialisten, die als BGF-Betreuer die Betriebe in der laufenden Umsetzung begleiten. Schlüsselphasen wie Erstkontakt, Grundlagenvermittlung oder Qualitätssicherung übernehmen weiterhin Mitarbeiter der OÖGKK. Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) unterstützt diese Maßnahme - als erstes flächen-deckendes Projekt in Österreich.

Sicht der Betriebe: BGF als "universelles Werkzeug" mit vielen Nutzen

"Wir waren überrascht, als wir teilnehmende Betriebe nach Auswirkungen der Gesundheitsförderung auf das Unternehmen befragten. Die Kostensenkung war nur eine unter vielen Antworten", erklärt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. Vielmehr erkennen die Unternehmen in der BGF ein "universelles Werkzeug", das in vielen Bereichen des Betriebs Nutzen stiftet.

Konkret lassen sich sechs Ebenen nennen, auf denen BGF-Programme den Betrieben unmittelbaren Nutzen stiften:

  1. BGF senkt Krankenkosten durchschnittlich um 25 Prozent (auch inStudien belegt)
  2. BGF erkennt und entschärft Burn-Out-Fallen im Unternehmen
  3. BGF stärkt den inneren Zusammenhalt im Unternehmen, da sie alssinnvolles Gemeinschaftsprojekt umgesetzt wird (quer durch alle Hierarchieebenen)
  4. BGF erhält die Treue von MitarbeiterInnen durch dasunmissverständliche Signal: Dieser Firma liegt unsere Gesundheitam Herzen
  5. BGF stoppt "innere Kündigung" (die Wurzel von Resignation isthäufig ein geringes gesundheitliches Wohlbefinden)
  6. BGF steigert das Ansehen als Unternehmen (BGF-Unternehmenerhalten ein repräsentatives Zertifikat).

APA-OTS/IS, springermedizin.at

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