zur Navigation zum Inhalt
Homöopathie wirkt und hilft sparen: Pro Patient und Jahr sind es 140 Euro. Floydine / shutterstock.com
 
Gesundheitspolitik 18. September 2012

Homöopathie hilft sparen!

Die Gesamtbehandlungskosten können durch eine Reihe komplementärmedizinischer Methoden und insbesondere durch den Einsatz der homöopathischen Medizin gesenkt werden.

Neben der Wirksamkeit und Verträglichkeit medizinischer Behandlungen rücken angesichts wachsender Finanzprobleme in unserem Gesundheitssystem auch ökonomische Aspekte zunehmend in den Vordergrund.

Wie mehrere Studien belegen, können die Gesamtbehandlungskosten durch eine Reihe komplementärmedizinischer Methoden und insbesondere durch den Einsatz der homöopathischen Medizin entscheidend gesenkt werden.

Vor dem Hintergrund zunehmender Unfinanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems steigt das allgemeine Interesse an Kosteneinsparungen, die ohne Einbußen in der Behandlungsqualität zu realisieren sind. Daher werden speziell von Krankenversicherern laufend intensive Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt. Aktuelle Studien belegen, dass Patienten, die komplementärmedizinische Methoden in Anspruch nehmen, zu einer deutlichen Entlastung des Gesundheitsbudgets beitragen. Besonders gut schneidet die Homöopathie ab, wie zwei Untersuchungen aus der Schweiz und den Niederlanden dokumentieren.

Homöopathie um 15 Prozent günstiger als Schulmedizin

Im Zeitraum 2002-2003 wurde von den Schweizer Grundversicherern die Wirtschaftlichkeit von Komplementärmedizin geprüft (1). Zu diesem Zweck wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren die Kosten für fünf komplementärmedizinische Methoden (Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und Traditionelle Chinesische Medizin) von den Versicherungen übernommen.

Ergebnis: Die Endauswertung durch eine Studiengruppe um Dr. Hans-Peter Studer ergab, dass die Kosten für Komplementärmedizin und konventionelle Medizin etwa gleich hoch sind. Im Detail zeigte sich allerdings, dass die Kosten für Behandlungen, in deren Rahmen Homöopathika angewandt wurden, um 15,4 Prozent niedriger waren als für rein konventionelle Therapien. Insgesamt erwies sich somit Komplementärmedizin als kosteneffektiv, aber Homöopathie als deutlich günstiger.

Jährliche Kosteneinsparung: 140 Euro pro Patient

Eine aktuelle Arbeit untersuchte die Daten von 150.000 Versicherten eines niederländischen Versicherungsunternehmens aus dem Zeitraum 2006-2009 (2). Die Analyse zeigte, dass Patienten von Hausärzten mit komplementärmedizinischer Zusatzausbildung in Homöopathie, Anthroposophie oder Akupunktur weniger kosten und länger leben.

Die Studie verglich die Gesamtkosten der Patienten, die von 79 Hausärzten auch komplementär behandelt wurden, mit jenen von Patienten, die durch 1.913 Hausärzte konventionell behandelt wurden. Erhoben wurden die Kosten für Arzt bzw. Krankenhaus, Medikamente und Rettung.

Ergebnis: Die komplementär betreuten Patienten kosteten im Durchschnitt sieben Prozent weniger als die ausschließlich konventionell behandelten Patienten. Dies entspricht einer jährlichen Kostenersparnis von 140 Euro pro Patient und Jahr, die im Wesentlichen auf eine Verringerung der Spitalsaufenthalte und geringere Medikamentenverschreibungen zurückzuführen ist.

Die homöopathisch betreuten Patienten kosteten je nach Altersgruppe bis zu 25 Prozent weniger als die konventionell behandelten Patienten. Besonders auffällig war in dieser Gruppe die Kostenersparnis für Medikamente (bis 33 %) und Krankenhausaufenthalte (bis 38 %).

Alle drei komplementärmedizinischen Patientengruppen zeigten in einem statistischen Modell eine geringere Sterberate als die konventionell behandelten Patienten.

Fazit

Die Ergebnisse der beiden Untersuchungen belegen exemplarisch, dass durch die Anwendung von Homöopathie allein oder in Ergänzung zur Schulmedizin enorme Kosten im Gesundheitswesen eingespart werden können. Dieser Benefit erklärt sich vor allem durch einen reduzierten Bedarf an Medikamenten sowie eine Verkürzung stationärer Aufenthalte.

Literatur:

(1) Studer P., Busato A: A comparison of Swiss basic health insurance costs of complementary and conventional medicine. Forsch Komplementmed. 2011;18:315-320

(2) Kooreman P, Baars EW: Patients whose GP knows complementary medicine tend to have lower costs and live longer. Eur J Health Econ DOI 10.1007/s10198-011-0330-2. www.springerlink.com/content/j045w2v427006670

Quelle:

Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

1070 Wien, Mariahilferstraße 110

www.homoeopathie.at

Tel.: 0043-1-526 75 75

  • Herr Wiener Wiener, 08.10.2012 um 17:35:

    „der Kommentator "Miespeter" hat hirr auf Ihren Artikel aufmerksam gemacht:
    http://scienceblogs.de/bloodnacid/2012/10/08/gastbeitrag-homoopathie-in-der-pharmazie-eine-bestandsaufnahme-teil-1/#comment-6516

    Schon 2 Minuten Internetrecherche zu den von Ihnen hier angesprochenen Artikeln ergeben bezueglich der Studie von Kooreman P, Baars EW. ein ganz anderes Bild. Dort heisst es im Diskussionsteil:

    "Possible explanations include selection (e.g. people with a low taste for medical interventions might be more likely to choose CAM) and better practices (e.g. less overtreatment, more focus on preventive and curative health promotion) by GPs with knowledge of complementary medicine. More controlled studies (replication studies, research based on more comprehensive data, cost-effectiveness studies on CAM for specific diagnostic categories) are indicated."

    Die Frage ist: Wer bei Springermedizin ist fuer diese falsche Zusammenfassung verantwortlich?“

  • Herr Wiener Wiener, 08.10.2012 um 17:37:

    „der Kommentator "Miespeter" hat hirr auf Ihren Artikel aufmerksam gemacht:
    http://scienceblogs.de/bloodnacid/2012/10/08/gastbeitrag-homoopathie-in-der-pharmazie-eine-bestandsaufnahme-teil-1/#comment-6516

    Schon 2 Minuten Internetrecherche zu den von Ihnen hier angesprochenen Artikeln ergeben bezueglich der Studie von Kooreman P, Baars EW. ein ganz anderes Bild. Dort heisst es im Diskussionsteil:

    "Possible explanations include selection (e.g. people with a low taste for medical interventions might be more likely to choose CAM) and better practices (e.g. less overtreatment, more focus on preventive and curative health promotion) by GPs with knowledge of complementary medicine. More controlled studies (replication studies, research based on more comprehensive data, cost-effectiveness studies on CAM for specific diagnostic categories) are indicated."

    Die Frage ist: Wer bei Springermedizin ist fuer diese falsche Zusammenfassung verantwortlich?“

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben