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Gesundheitspolitik 7. September 2012

SUPRA soll Zahl der Selbsttötungen in Wien senken

Suizidprävention - als Thema wenig präsent. Selbsttötung  ist "kein unvermeidliches Schicksal".


Auch wenn sich doppelt so viele Menschen in Österreich das Leben nehmen wie im Straßenverkehr umkommen, ist das Thema Suizid in der Wahrnehmung "sehr wenig präsent", beklagte Gesundheitsminister Alois Stöger. Mit Hilfe des bei einer Pressekonferenz in Wien präsentierten Präventionsprogramms SUPRA will man nun die Zahl der Selbstmorde weiter senken.



"Suizid ist kein unvermeidliches Schicksal, sondern Ausdruck von Not, Leid und Elend", betonte Gernot Sonneck vom Kriseninterventionszentrum Wien. So sei es in der Vergangenheit durchaus gelungen, die Zahl der Selbsttötungen in Österreich deutlich zu senken - auf aktuell rund 1.250 pro Jahr. Zudem nehmen sich aktuell in Wien weniger Menschen das Leben als auf dem Land - ganz anders als früher. Diese Entwicklung erklärt sich der Wissenschafter u.a. durch die verbesserte psychosoziale Versorgung sowie eine andere Berichterstattung durch die Medien, was Imitationsverhalten verhindere.

Suizidalprävention Austria


Für die Suizidalprävention Austria wurde "das Rad nicht neu erfunden", betonte Christian Haring, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie. Vielmehr wurde auf bereits vorhandene Konzepte zurückgegriffen und die entsprechenden Programme in anderen Ländern analysiert.

Auch bei der Umsetzung will der Experte vor allem bestehende Strukturen nutzen, etwa in der Suchtprävention, der Psychiatrie und des AMS. Zudem will man mit der psychosozialen Betreuung auch die ländlichen Regionen erreichen. Zugleich wird untersucht, warum Hartberg und Murau jene Bezirke sind, in denen die Suizidrate am höchsten ist.

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